Wednesday, September 8, 2010


Australien 2009 - “Der 4.”

Oktober 28th, 2009 by erwin

G’day Mate !

So begrüsst man sich hier einfach !

Also, auch euch allen ein D’day, wir sind nach bisher rund 4.600 km zurückgelegter Wegstrecke in Exmounth, einem kleinen, aufstrebenden, jedoch sehr einsam gelegenen Feriendorf, an der Coral Coast am Indischen Ozean gelegen, angekommen.

Seit Broome haben wir viel erlebt und gesehen, vorweg, wir sind gesund und munter und fühlen uns in unserem jetzigen, größeren Wohnmobil sehr wohl. Es ist ein IVECO, ein “sechsgangautomatikgetriebenes” Auto mit viel Platz und großem Komfort, es ist trotz seiner rund 124.000 km am Buckel in einem Topzustand. Ingrid ist darüber ganz glücklich. Die Autorückgabe- und Neuübernahme in Broome war problemlos, mit unserem TOYOTA sind wir 2.814 km gefahren, am Schluß hatten wir uns direkt an ihn gewöhnt.

Jedenfalls starteten wir am 21.10. 2009 in Broome los und begannen die lange und einsame Strecke bis Port Hedland in Angriff zu nehmen. Unterbrochen wurde die schon im Reiseführer als “etwas Öde” beschriebe Fahrt durch einen zweitägigen Aufenthalt am “Eighty Mile Beach Caravan Park”, der eine wunderschöne Palmen- und Eukalyptusinsel im “Meer der Einsamkeit” darstellt. Der Campingplatz liegt an einem wunderschönen, völlig einsamen Sandstrand, wo auch Schildkröten ihre Eier ablegen, die Spuren einer Schildkröte, die in der Nacht ihre Eier ablegte, konnten wir beobachten. Das nächste Ziel, Port Hedland, ist eine rund 13.000 Einwohner zählende staubige Hafenstadt, wo das in den Minen der “Pilpara” gewonnene Eisenerz in alle Welt verschifft wird. Von den Minen, eine davon haben wir uns in Tom Price angesehen, wird es in bis zu vier Kilometer langen Zügen, die von fünf Loks gezogen werden, hunderte Kilometer hierher verfrachtet.

In Port Hedland blieben wir nur eine Nacht, dann fuhren wir den “Greath Northern HWY” Richtung Süden bis zum “Karinjini NP”, einem der Höhepunkte unserer Reise. Im moderst eingerichteten und harmonisch ins Landschaftsbild eingefügten Informationszentrum bezahlten wir unserene Eintritts- und Campingplatzgebühr, dann fuhren wir zum “Dales Camppground und richteten uns dort ein. Am nächsten Tag machten wir eine mehr als fünfstündige Wanderung durch die “Dales Gorge”, einer Schlucht mit interessanten Gesteinsformen und mit vielen Wasserstellen, die den Aboriginal auch heute noch wegen ihrer ganzjährigen Wasserführung - ein Segen in dieser trockenen Landschaft - heilig sind. Das Baden darin ist erlaubt, was wir auch wegen der Hitze, trotz bewölktem Himmel,  weidlich auch ausnützten.

Tags darauf machten wir uns auf den Weg nach Tom Price, einer rund 1.200 Einwohner zählenden gepflegten Minenarbeiterstadt, die erst 1947 gegründet wurde. Dort machten wir eine Führung durch die “Rio Tinto Erzmine” mit. Eine Mine gewaltigen Ausmasses, wo das Eisenerz im Tagebau mit riesigen Baggern abgebaut, mit Lastern, “Haulis” genannt, transport, in gewaltigen Zerkleinerungsanlagen zertrümmert und auf die schon beschriebenen langen Züge zur Verschiffung nach Port Hedland transportiert wird. Am Campingplatz in Tom Price feierten wir mit zwei Münchner “Mädls, - beide um die 60 - die wir auf der Reise kennenlernten, gebührend unseren Mationalfeiertag. Es wurde unsere Fahne am Auto angebracht, gegrillt und mit einem Glas (oder waren es mehrere ?) Wein auf Österreich und uns angestossen. Übrigens, seit Sonntag ist der Zeitunterschied zu Österreich 7 Stunden, wir sind hier um sieben Stunden “früher dran”:
Gestern machten wir uns schon um 06.00 Uhr auf die Socken, es galt die lange Wegstrecke von Tom Price nach Exmounth zurückzulegen. Die Fahrt durch die abwechslungsreiche, bis zu 1.200 m hohe Bergwelt der “Pilbara” war sehr schön. Die “Pilbara” ist geologisch gesehen mit ihren 2 Billionen Jahren, eine der ältsten Landschaften auf der Welt. Durch das im Gestein enthaltene Eisenerz leuchten  diese in einem rostigem Rot, sie bilden einen reizvollen Gegensatz zum Grün der Eukalyptusbäume und dem Goldgelb des Spinifexgrases.

Kaum zu glauben dass die Rinder, die man immer wieder neben der Straße sieht zwischen all den Sand, Geröll, Büschen und Bäumen, noch Nahrung finden. Auf die weidenden Tiere und auch auf Kängurus muß man bei der Fahrt höllisch aufpassen, ich möchte keine Kollission mit einer Kuh oder einen dieser “Hoppelmänner” erleben. Oftmals sieht man auch Eidechsen und Warane die Straße überqueren, ein etwa 2 m langer Waran, ein “Gouldsmonitor”, wie mir mein “weises Buch” verriet, war so feundlich und blieb am Straßenrand stehen, so konnte ich die Echse fotografieren. Auch ein Emu kreuzte unseren Weg, dieses Ding kam so rasch aus den Büschen heraus auf die Straße sodaß ich eine Vollbremsung hinlegte. Also, man muss hier mehr zur Seite als voraus- oder rückwärts schauen.

Auch diese Gegend ist sehr einsam, jedenfalls sahen wir ausser  dem “Nanutarra Roadhouse” zwischen Paraburdoo und Exmounth auf der immerhin rund 600 km langen Strecke kein einziges Haus, geschweige den eine Ansiedlung. Lediglich Schilder weisen auf die oftmals mehr als 100 km abseits der Straße gelegenen “Rinderstations” hin. Es gibt daher dort auch kein Radio, kein Fernsehen, keinen Telefonempfang ausser man verfügt über ein teures Satelittentelefon, welches man hier aber bei der Bevölkerung häufig sieht. Westaustralien nimmt mit 2,5 Mio. km2 ein Drittel Australiens ein zählt aber nur rund 1,9 Mio. Einwohner von denen ca. 1,4 Mio. in der Hauptstadt Perth wohnen. Daher ist dieser Teil des 5. Kontinentes wirklich als einsam, aber schön zu bezeichnen.
Heute ist Mittwoch, der 28.10.2009, 09.00 Uhr Ortszeit, soeben erhielten wir von Dagmar eine SMS mit der Nachricht, dass Haritz Burli verstorben ist, dies tut uns sehr leid, unsere Gedanken sind bei ihm und unser Mitgefühl bei Hermi und Stefan !

Ich mach nun Schluß und melde mich wieder so bald es möglich ist. Ich hoffe, dass mir noch genügend Zeit zur Veröffentlichung neuer FOTOS bleibt, das Hochladen ins Webalbum erforderte in Broome rund 1 1/2 Minuten pro Bild ! Nachtrag: Hat hier überraschend rasch funktioniert, das hiese WLAN hat offensichtlich einen höheren Standart.
Liebe Grüsse an alle in der Heimat !

Erwin und Ingrid

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Australien 2009 - “Der 3.”

Oktober 20th, 2009 by erwin

Hallo, da sind wir wieder !

Heute ist Dienstag, der 20.10.2009, wir sind bereits seit 2 Tagen in Broome, ich hatte aber bisher keine Zeit einen Bericht zu verfassen. Zum einen wollten wir uns von den letzten, sehr staubigen Tagen etwas erholen und zum zweiten mußte ich erst die Fotos überspielen, mein Reisetagebuch fertigstellen und nicht zuletzt im warmen Wasser des Indischen Ozeans schwimmen.

Nun zurück zum Ende des letzten Berichtes, wir haben unwahrscheinlich viel erlebt ! Von Kununarra sind wir den Greath Northern HWY Richtung Halls Creek gefahren, um zur Zufahrt zum “Purnululu NP” zu gelangen. Die Fahrt war sehr schön, die Zufahrt zum Nationalpark ein Abenteuer. Der 53 km lange Track führt über das Gelände einer Rinderfarm, die kein Interese an einem guten Zustand hat.M an braucht dazu bis zu 3 Stunden, wir haben es in 2 geschafft. Über Stock und Stein, durch Bachläufe, durch Sanddünen, alles was der Outdoorfan will, wird geboten, Ingrid war ganz schön sauer auf mich, dieses Ziel ausgewählt zu haben. Die Mühen der Zufahrt wurden jedoch durch die Schönheit dieses Nationalparks belohnt.

Vor 380 Mio. Jahre erhob sich an dieser Stelle ein 8.000 m hoher Gebirgszug, der sich entschloß im Lauf der Jahrmillionen zu zerbröseln und sich nun im Norden als rotes Konglomeratgestein und im Süden als orange- und schwarzgestreifter Sandstein, den “Bungle Bungle” zu zeigen. Ich hatte das Glück einen Heliflug darüber zu ergattern, ein traumhaftes Erlebnis. Alleine schon das Fliegen in dem kleinen, türlosen Helkopter, nur durch einen Gurt gesichert und der durch seine KLeinheit jeden Windstoß spüren lies, war ein Supergefühl.

Nachdem ich vom Fliegen zurückkam machten Ingrid und ich mehrer Wanderunge, zur “Cathedral Gorge, zum “Dome” und zur “Echidma Chasm”, einer ganz engen tiefen Schlucht, die durch das rote Gestein führt. Der Campingplatz war völlig einsam, der nächste Nachbar war mehr als 100 m entfernt. Der Sternenhimmel ein Traum, kaum zu glauben dass es so viele Lichtpunkte gibt. Wir blieben zwei Nächte im”Purnululu NP”, so sehr hat es uns gefallen.

Unser weiterer Weg führte uns nach Wyndham, wir mussten unsere Vorräte, insbesondere Wasser auffüllen. Wyndham ist ein lausiges Kaff mit etwa 600 Einwohner, die Hälfte davon Aboriginal. Es hat ein schlecht bestücktes Warenhaus, einen Liquorstore und zwei Tankstellen sowie einen verdreckten Campingplatz, den wir notgedrungener Weise annehmen mussten. Als Attraktion bietet es jedoch das weltgrößte Krokodil aus Beton !

Am nächsten Tag begann das Abenteuer der “Gibb River Road” ! Mit dem Bau dieser Straße zwischen Wyndham im Osten und Derby im Westen wurde in den 1960-er Jahren begonnen, sie dient in erster Linie dazu, die riesigen Farmen zu versorgen und deren Rinder auf den “Road Trains” zu den Häfen der beiden Orte zu bringen. Früher wurden sie in wochenlanger Arbeit dorthin getrieben. Sie ist daher breit und auch ganz gut ausgebaut, sie ist rund 750 km lang und besteht bis auf die letzten rund 70 km vor Derby ausschließlich aus Schotter in der unterschiedlichsten Ausprägung. Sie hat Millionen und Abermillionen Querrillen über die man am besten mit 70 bis 80 km/h darüberbraust. Am schlimmsten ist das Tempo 30 bis 40, da glaubt man das Auto fällt auseinander ! Man muß höllisch aufpassen und konzentriert fahren, es sind nicht nur Kindskopf große Steine und tiefe Schlalöche vorhanden, es gibt auch keine einzige Brücke über die vielen Fluß- und Bachläufe und sogenannte “Floodways”. In der Regenzeit von November bis März ist die Straße wegender Überflutungen zur Gänze gesperrt. Die Gegend der Kimberleys ist unendlich weit, Bergzüge wie die Coburn Ranges und die King Leopold Ranges prägen, neben den unendlichen weites des Gras- und Buschlandes das Land.

Die erste Nacht verbrachten wir auf der Mt. Elisabeth Station, einer 200.000 ha großen Rinderfarm, die 30 km abseits der Strasse sich befindet und die über einen Campingplatz verfügt. Wir wurden dort sehr freundlich und liebenvoll aufgenommen, es ist interessant zu sehen, wie diese Leute, mehr als 400 km vom nächsten Ort entfernt leben. Die Farm verfügt über einen eigenen Flugplatz, im Notfall müssen die “Fliegenden Ärzte” dort landen können und in der Regenzeit ist eine Versorgung nur aus der Luft möglich. Sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt war abenteuerlich, bei der Hinfahrt mussten wir durch ein Buschfeuer, bei der Rückfahrt versperrten uns vom Feuer gefällte Bäume die Straße. Mit vereinten Kräften schafften wir es jedoch das Hindernis zu beseitigen.

Am “Mt. Barnett Roadhouse”  vorbei ging es am nächsten Tag weiter bis zur “Windjarna Gorge, einer tief eingeschnittebn Schlucht in deren Wasserresten sich Süswasserkrokodile sonnten. Die Tierwelt ist dort trauhaft, Fliegende Hunde in den Bäumen, Flamingos und Kakadus in unendlicher Zahl waren dort zu beobachten. Anzumerken ist, dass uns während der rund 680 km kangen Fahrt auf er Gibb River Road nur 24 Autos entgegenkamen, etwa die Hälfte davon waren Touristen wie wir.
Unser weiteres Ziel war Derby, welches wir am Sonntag Mittag erreichten. Der Ort ist sehr gepflegt, wirkte aber wie ausgestorebn, sodaß wir beschlossen gleich nach Broome weiter zu fahren. Das war auch gut so, Broome ist die Hauptstadt der östlichen Kimberleys und ein sehr schöner Ferienor, direkt am Indischen Ozean. Vor Broome mussten wir ein weiteres Mal durch ein Buschfeuer fahren, es war aber keine gefährliche Situation, die Feuerwehr samt Hubschraube war ja beereits im Anmarsch.

Den heutigen Tag verbrachten wir mit der Besichtigung einer Perlenfarm und, wie knnte es anders ein, mit einem Bad im Meer.

Morgen übernehmen wir das neue Auto, dann geht es weiter Richtung Süden, Richtung Port Hedland, von dort werde ich mich wie - so es geht- melden !

Im Übrigen danke ich allen, die uns Emails schrieben, wir haben uns darüber gefreut, sendet aber bitte nach Möglichkeit keine Fotos, ich verbrauche mit deren Öffnen zu viel Zeit, leider kann ich derzeit keine Emails schreiben, LIWEST lässt dies anscheinend nicht zu, ish soll mich immer mit meinem Paßwort melden, auch wenn ich dies machhe kommt immer wieder die gleiche Aufforerung !

FOTOS habe ich wieder ins Webalbum gestellt, zum öffnen nur das blau unterlegte und in Großbuchstaben geschriebene Wort “Foto” anklicken.
Liebe Grüsse an zuhause, wir sind gesund, froh, guter Dinge und freuen uns auf die nächsten Erlebnisse !!

Erwin und Ingrid

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Australien 2009 - “Der 2.”

Oktober 12th, 2009 by erwin

Liebe Freunde !

Es ist Montag, der 12.10.2009, 05.30 Uhr, ich sitze am Ufer des Kununurra Lakes, die Sonne ist gerade aufgegangen und ich verbringe die Zeit mit dem Schreiben dieses Artikels. Wir sind nun eine Woche unterwegs und haben bereits viel erlebt und gesehen.

Kurzum die Flüge verliefen problemlos, die doch langen Wartezeiten gingen auch vorüber. Mittwoch um 05.00 Uhr Ortszeit sind wir in Darwin gelandet, die schwüle Morgenhitze hat uns fast erschlagen. Um 07.30 Uhr waren wir bereits bei BRITZ um unser Auto zu übernehmen. Diesmal ist es ein Gländefahrzeug weil wir die berühmte Gibb River Road befahren wollen. Das Auto hat Allradantrieb aber kaum Stauraum sodaß wir praktisch aus der Tasche leben. In Boome werden wir dieses Auto gegen ein normales 4-Bett Motorhome umtauschen.

Nach den notwendigen Einkäufen und einer, wegen der Schwüle unruhigen Nacht verliesen wir Darwin um auf dem Stuart HWY nach Katherine zu fahren. Die Gegend war uns bekannt, wir waren ja voriges Jahr schon hier. In Darwin bezogen wir einen sehr schönen Campingplatz wo ich zufällig las, dass am Freitag Australiens berühmtester Zug, “The Ghan”, in Katherine hält. Also am Freitag nichts wie hin zum Bahnhof, der 5 Kilometer ausserhalb des Ortes mitten im Buschland liegt. Die haben doch glatt einen Bahnhof gebaut, obwohl der Zug nur viermal die Woche hält ! Der Zug ist beeindruckend, ewig lang und sehr komfortabel eingerichtet. Die Fahrt von Adelaide bis Darwin dauert drei Tage und man durchquert dabei die Mitte Australiens in Richtung Nord/Süd bzw. umgekehrt.

Anschließend besuchten wir “The School on the Air”. Seit 1966 werden dort die Kinder in den weit abgelegenen Gebieten und Farmen  “fernunterrichtet”. Bis 2004 über Funk und nun auf modernste Art über Satelit per Internet. Das Schulgebiet umfasst mehr als 1,3 Millionen km2, also einer Fläche die mehr als 13 mal grösser als Österreich ist. Zweimal im Jahr kommen die Schüler zur Schule nach Katherine um Prüfungen abzulegen aber vor allem um soziale Kontakte zu anderen Kindern zu haben. Es werden dann auch Workshops, Kulturveranstaltungen, Wettkämpfe und ähnliches durchgeführt.
Nachmittag besuchten wir den Nitmiluk NP um eine Bootsfahrt durch die Katherine Gorge zu machen. Es ist beeindruckend wie sich der Katherine Fluss im Lauf der Jahrmillionen durch den roten Sandstein fraß. Es sind dort sehr schöne Felszeichnungen der Aboiginal zu besichtigen.

Am Samstag verliesen wir Katherine um auf dem Victoria HWY Richtung Westen zu fahren. Die Landschaft wird unmittelbar nach dem Ort einsam, der Autoverkehr lässt nach, das Land ist jetzt, am Ende der Trockenzeit, sonnenverbrannt. Kurz vor unserem Etappenziel Timber Creek machten wir im Gregory NP eine sehr schöne Wanderung entlang eines senkrecht abfallenden roten Sandsteinfelsbandes, unter dem Aboriginal seit Jahrtausenden Schutz und Unterkunft fanden. Der Sandstein bei den Feuerstellen ist mit einer zentimeterdicken Rußschichten bedeckt, die nun abblättert. In der Nähe der Schlafplätze sind schöne, gut erhaltene Felszeichnungen zu bewundern. Obwohl wir mit der Tour erst gegen 16.00 Uhr starteten war es sehr heiß, tagsüber zeigt das Thermometer rund 37 Grad an, erst in der Nacht kühlt es ab.
Die Nacht in Timber Creek, einem kleinen Ort mitten im Nirgendwo, verlief ruhig und wegen der Nähe des Victoria Rivers angenem kühl. Am Sonntag starteten wir unsere Weiterfahrt nach Kununurra, Rund 20 km nach Timber Creek machten wir einen Abstecher zum “Gregory Tree”, einen mittlerweile riesigen Baobab Baum (Affenbrotbaum), in dem August Gregory, der Mitte des 19. Jahrhubnderts Nordaustralien erschloß, das Datum des Beginnes und des Endes einer seiner Expeditionen ein, im übrigen ist dieser Baum den Aboriginal trotzdem noch immer heilig.

Der Victoria HWY zieht sich endlos durch das weite, sonnenverbrannte Land, am Horizont sind vereinzelnt flache Gebiergszüge zu erkennen. Abwechslung bringen andere Autofahrer, die ausnahmslos grüssen und zwei junge Männer auf ihren Fahrrädern. Auf einen Rastplatz reden wir mit ihnen, es sind zwei Studenten, die ausgehend von Bisbane in einem halben Jahr Australien mit dem Fahrrädern umrunden wollen. Es sind lustige Kerle, die einfach Spaß am Leben haben.

Rund 40 km vor Kununurra erreichen wir die Grenze zu Westaustralien, dort ist eine Quarantänestation wo penibel kontrolliert wir, ob man Gemüse, Ost, Nüsse oder Honig etc. bei sich hat. Diese Waren dürfen aus Angst vor der Frcuhtfliege nicht eingeführt werden und müssen gegessen oder abgegeben werden. Die Strafen bei einem Vergehen sind mit AUS 5.000,00 sehr hoch. Unsere Uhren mussten an der Grenze um 1 1/2 Stunden auf Westaustralische Zeit zurückgestellt werden, die Zeitdifferenz zur MESZ beträgt nun + 6 Stunden.

Wir erreichten daher schon kurz nach 12.00 Uhr den sehr schön am Kununurra Lake gelegenen Campingplatz. Den Nachmittag verbrachte ich mit dem Bearbeiten der Fotos, Ingrid mit dem Wäschewaschen und gemeinsam auch am Poool. Die Nacht war sehr warm, die Sonne ging bereits um 05.00 Uhr auf sodaß ich beschloß, diesen Bericht mit FOTOS zu verfassen.

Morgen geht es weiter in den Bungle Bungle NP und später dann über die Gibb River Road weiter nach Broome wo wir in etwa 10 Tagen eintreffen werden.  Erst dort wird es wieder möglich sein ins Internet zu gelangen, dazwischen gibt es ausser großartiger Landschaft nichts.

Uns geht es sehr gut, wir sind gesund und freuen uns wieder in Australien zu sein.

LG Grüsse an die Heimat !

Erwin und Ingrid

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Australien 2009 - “Der 1.”

Oktober 3rd, 2009 by erwin

Hallo, da sind wir wieder !!

Beflügelt von den ausschließlich positiven Eindrücken und schönen Erlebnissen unserer Australienreise vom vergangenen Jahr haben wir uns entschlossen, auch heuer wieder diesen großartigen Kontinent zu bereisen.

Am 5.Oktober geht es los, wir fliegen von München über Singapur nach Darwin, dort übernehmen wir ein Wohnmobil, mit dem wir die West- und Teile der Südküste Australiens mit dem Endpunkt Perth besuchen werden. Dazwischen liegen natürlich viele Sehenswürdigkeiten, Naturparks, die Einsamkeit der Kimberley Region, schöne Strände mit vorgelagerten Korallenriffen, Tierbeobachtungen und vor allem die Begegnung mit der einheimischen Bevölkerung. Zu guter Letzt werden wir noch einige Tage in Singapur bei einer Freundin von uns verbringen, bevor wir am 29. November wieder heimkommen werden.

Wir freuen uns auf dieses Reise und werden auch diesmal versuchen unsere Eindrücke, Erlebnisse und Fotos in diese Website zu stellen.
Also, bis bald !

Erwin und Ingrid

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