Wednesday, September 8, 2010


Australien 2008 - “Der 6.”

März 25th, 2008 by erwin

Halli Hallo !

Wir sind vor gut einer Stunde in Charters Towers, QLD, angekommen und was glaubt ihr was es hier gibt: einen funktionierenden WLAN-Anschluss, also nichts wie hinein ins Internet und mit dem eigenen Laptop und der gewohnten Tastatur einen Kurzbericht über die letzten 2 Tage verfassen sowie ein paar Fotos veröffentlichen !

Wir sind gestern nach der Besichtigung der Minenstadt Mount Isa, sie wird in der Reiseliteratur als wenig ansehliche Stadt beschrieben, was überhaupt nicht stimmt, auf dem Barkly HWY Richtung Osten losgefahren. Die Straße windet sich in relativ vielen Kurven Bergauf- und Bergab durch die Berge, deren Steine viele verschiedene Farben aufweisen. Die Vegetation ist spärlich. In Cloncurry wollten wir das Royal Flying Doctor Museum besuchen, diese, in Australien höchst beliebte Hilfsorganisation wurde dort nämlich gegründet, leider war es zu. Dafür wurde dort vor rund 100 Jahren, mit 53,1 Grad im Schatten die höchste, jemals in Australien Temperatur gemessen. Ganz so heiß war es nicht, aber trotzdem hatten wir rund 40 Grad.

Ab Cloncurry wird die Gegend flach, unendliche Rinderweiden, die bis an den Horizont reichen, prägen das Bild. Wir verließen dort auch den Barkly HWY um unsere Reise auf dem Flinders HWY fortzusetzen. Die Straße wurde schmäler, der Verkehr weniger, dafür begleitete uns nun eine einspurige Bahnlinie, auf der das in Mount Isa gewonne Erz zur Küste gebracht wird.

Wie gesagt, die Landschaft ist flach wie ein Brett, unter den wenigen Bäumen am Horizont ducken sich die Farmhäuser. Die erkennt man auch noch am Funkmast, der oftmals die einzige Verbindung zur Aussenwelt darstellt und auch zum Unterricht der Kinder (Airschool) notwendig ist. In Julia Creek, einem Dorf, dass als Kulisse in einem Wildwest Film dienen könnte, machten wir eine Pause.

Gegen 16.30 Uhr kamen wir un Richmond an und bezogen auf einem wunderschönen Campingplatz, der neben einem Stausee liegt, unser Quartier. Als erstes begrüsste uns ein Papagei, der nicht mehr von unserer Seite wich.

Heute früh starteten wir mit einem Kulturprogramm, wir besuchten das “Kronosauriermuseum” in Richmond. In der Gegend wurden viele Fossilien von Meereslebewesen aber auch von Dinosauriern gefunden, die nun im Museum besichtigt werden können. Unglaublich, was dieses Museum bietet. Nach einem Einkauf im Dorfladen, wir waren wahrscheinlich die Sensation des Tages, fuhren wir los. Unendlich weites Land, kilometerlange, schnurgerade Straßen, auf den sattgrünen Weiden sieht man riesige Rinderherden.

In Hughenden, wo ebenfalls Fossilien im Informationszentrum zu besichtigen sind, machten wir in einem Lokal, das an die 50-er Jahre erinnert, Kaffeepause. Auch hier glaubt man sich im “Wilden Westen” zu befinden.

Die Landschaft änderte sich nun, es geht allmählich bergauf in die White Mountains, keine Angst, es sind nicht Berge in unserem Sinn, sondern eher Hügel. Auf dem Scheitelpunkt in rund 550 m Höhe verläuft aber die Wasserscheide. Anstelle der flachen Weiden tritt nur wieder Eukalyptuswald in all seinen verschiedenen Farbtönen, sowohl was das Laub als auch die Rinde betrifft. In einem kleinen Nest namens Torrens Creek, welches nur aus drei Häusern besteht, fiel uns der neue Bahnhof auf. Im “Bahnhofsrestaurant” wurde uns erklärt, dass nur einmal in der Woche ein Zug hält, sie bräuchten den Bahnhof gar nicht, auch das gibt es hier. Übrigens, heute haben wir unsere 10.000-km Grenze überschritten !
Schlußendlich kamen wir an unserem Tagesziel in Charters Towers an, der Campingplatz ist sehr schön und verfügt - wie bereits erwähnt, über einen WLAN-Anschluss !

Morgen geht es weiter Richtung Norden in dem Vulcanic NP, am Donnerstag wollen wir in Cairns sein um das neue, grössere Auto zu übernehmen.

Liebe Grüsse an alle, Fotos gibts hier !

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Australien 2008 - “Der 5.”

März 23rd, 2008 by erwin

Zuallererst moechten wir allen unseren Verwandten, Freunden, Bekannten und allen die auf diese Homepage schauen, ein frohes und gesegnetes Osterfest wuenschen !

Es ist Ostersonntag und wir sind bereits in Mount Isa, im Bundesstaat Queensland angelangt. Unsere zurueckgelegte Strecke betraegt bisher rund 9.000 km, einer schoener und abwechslungsreicher als der andere.

Seit Alice Springs, als wir unseren letzten Bericht ins Netz stellten, bis heute hat sich viel erreignet, leider auch etwas fuer uns nicht sehr erfreuliches, wir haben unser “nigelnagel-neues” 6-Bett Motorhome nicht mehr, wir mussten es wegen eines Schadens im Schalt-getriebe in Darwin zuruecklassen !

Aber nun alles der Reihe nach: Wir verliessen vor nunmehr 12 Tagen Alice Springs in Richtung Norden, um unsere Fahrt auf dem Stuart HWY nach Darwin fortzusetzten. Rund 25 km nach ASP verwies ein Denkmal darauf, dass hier der hoechste Punkt des 3.300 km Stuart HWY, der von Adelaide nach Darwin fuehrt, sei. Unser “Otto” zeigte 729 m an. In Te-Tree, einem kleinen Nest machten wir halt, weil dort jener Aboriginalstamm lebt, der unsere in ASP gekauften Bilder malte. Ingrid setzte sich zum ersten Mal hinters Steuer und meisterte bravouroes die ersten 90 km. Wir machten RUPS (=Rauch Und Pinkel Stopps) in den Roadhouses, z.B. Barrow Creecks, die wegen ihrer Einrichtungen sehr bekannt  sind. Vor der Erreichung unseres Tageszieles Tennart Creeck besuchten wir den “Devils Marbels NP”, in dem wir die riesigen, fast kugelrunden, in der Abendsonne rot leuchtenden Granitkugeln bewunderten. Als wir in Tennat Creeck auf dem Campingplatz ankamen, war das Buero schon verwaist, wir suchten uns einen Platz und bezahlten am naechsten Tag die Gebuehr.

An diesem Tag fuhren wir schon frueh los, um unser Ziel, das rund 590 km entfernte Mataranka zu erreichen. Die Gegend aendert sich allmaehlich, aus dem trockenen wuestenhaften Zentralaustralien wird der feuchte, regenreiche Norden des Landes. Diese Grenze verlaeuft in der Gegend um Renner Spring. Aus Straeuchern werden Buesche und sodann Baeume, die Gegend wird gruen, Insekten und Schmetterlinge klatschen an unsere Windschutzscheibe.

Wir verlassen kurz den Stuart HWY und schauen uns die Geisterstadt Newcastle Water an. Ein verlassenes Hotel und Geschaeft sind zu betrachten. Ein Hoehepunkt dieses Tages war der Besuch des weltbekannten Pubs “Daly Water”. Dieses Pub wurde 1937 als Warte- und Abfertigungsgebaeude der Fluglinie QANTAS errichtet und ist vollgestopft mit Andecken aller Art, von BH’s bis zur Zipfelmuetze ist alles vorhanden. Auch wir hinterliessen unsere “Spuren” in Form eines “Oesterreichaufklebers”. In Mataranka wollten wir bei den dortigen heissen Quellen uebernachten, leider konnten wir niucht dorthin, weil der Roper River aus seinen Ufern getreten war und die Strasse ueberflutete. Wir mussten daher einen anderen Platz aufsuchen, wo wir zum ersten Mal die Feuchtigkeit des Nordens intensiv verspuerten. An diesem Tag konnte ich zum ersten Mal den 5. Gang nicht einlegen. Wir besprachen das Schaltproblem und entschlossen uns, der Gang ging nun ueberhaupt nicht mehr hinein, den Reiseplan abzuaendern und nicht ueber den Kakadu NP, sondern direkt nach Darwin zu APOLLO zu fahren. Zum einen sind wir verpflichtet Schaeden innerhalb von 24 Stunden zu melden, zum anderen, fuer uns viel Wichtigeren, sind wir an einem funktionierenden Auto interessiert, was ist, wenn das Getriebe den Geist aufgiebt und kompetente Hilfe tausende von KIlometern erntfernt ist. Wir fuhren daher auf direktem Weg nach Darwin und erreichten kurz vor Bueroschluss APOLLO. Mike, der dortige Stuetzpunktleiter telefonierte sofort mit der FORD-Niederlassung, erreichte aber nur mehr fuer Montag einen Termin fuer uns.

Um die Zeit bis dahin nicht nutzlos verstreichen zu lassen, entschlossen wir uns in den Litchfield NP, den wir eigentlich bei der Rueckreise besuchen wollten, anzusehen. Wir bezogen einen, in einem tropischen Garten gelegenen, Campingplatz direkt an einem Fluss, in dem auch Krokodile leben. Im dortigen Restaurant ass ich zum ersten Mal ein Krokodilsteak, schmeckte ganz gut und Ingrid verspeiste ein Barramudisteak (Fisch !!).

Im Litchfield NP sind insbesondere die schoenen Wasserfaelle zu bewundern, besonders der gewaltige Waggifall ist zu erwaehnen. Ausserdem sind dort die allergroesten Termitenhuegel, die wir je gesehen haben zu bestaunen. Die Dinger werden 6 bis 7 m hoch, sie werden von den Kompasstermiten errichtet, die ihre “Wohnungen” genau in Nord- Suedrichtung bauen, um die Vormittags- und Nachmittagssonne auszunutzen.

Sonntag abends bezogen wir einen Camingplatz ganz in der Naehe der FORD-Niederlassung um ja am Montag puenktlich da zu sein. APOLLO-Mike war auch schon da, eine Probefahrt ergab genau das, was ich gesagt habe, der 5. Gang laesst sich nicht einlegen, wir muessen das Auto nach rund 7.200 von uns gefahrenen Kilometer zuruecklassen ! Die Dauer der Reparatur laesst sich erst nach dem Ausbau des Getriebes beziffern ! Ich fuhr mit Mike nach Darwin, um den uns angebotenen Toyota 4-WD zu uebernehmen. Damit konnten wir wenigstens den Kakdadu NP besuchen. Ingrid blieb beim Auto um unsere Sachen zu packen, sie machte ein langes Gesicht, als ich mit dem “Butzerlauto” daherkam. Es half nichts, weder in Alice Springs noch in Darwin sind groessere Wohnmobile vorhanden, dort sind mehr die 4-WD gefragt, fuer Leute, die das Essen gerne im Freien zubereiten und es inmitten von Fliegenschwaermen einnehmen.

Es war schon 11.00 Uhr als wir in den Kakdu NP aufbrachen. Im dortigen Informationszentrum wurden wir umfassend ueber die einzelnen Besichtigungsmoeglichkeiten, die offenen Strassen und Uebernachtungsmoeglichkeiten informiert. Es wurde uns dort auch bestaetigt, was uns mehrfach bereits gesagt wurde, naemlich, dass es in den letzten Wochen starke Regenfaelle, wie sie seit 5 Jahren nicht mehr verzeichnet wurden, stattfanden. Weite Teile, und damit auch das Strassensystem waren ueberflutet und nicht zugaenglich. So konnten wir die aeltesten Felszeichnungen der Aboriginals, die auf mehr als 20.000 Jahre geschaetzten, aeltesten Zeichnungen auf den Ubirr Rocks nur im Rahmen eine kombinierten Autobus- und Bootstour besichtigen. Dier Fahrt auf dem Yellow Water mit den Erklaerungen ueber die Flora und Fauna sowie der Ureinwohner dieses Gebietes durch eine junge Frau, war ein weiterer Hoehepunkt. Uebernachtet haben wir nicht in unserem Auto inmitten unseres Gepaecks, wir nahmen uns zweimal eine Cabin (festes Haus) auf einen Campingplatz.

Mittwoch waren wir schon gegen 13.00 Uhr wieder in Darwin, bei APOLLO. Mike, der sich wirklich um uns kuemmerte, telefonierte mit FORD, das Ergebnis: Getriebe kaputt, Ersatz bestellt, Lieferung in 11 Tagen !! Also, endgueltig Adieu, dir, unserem Luxushaus !! Der Fleetmanager in der APOLLO-Zentrale in Brisbane gab uns mehrere Optionen:

1. Warten bis das Auto repariert ist, dauert 2 Wochen - scheidet aus !

2. Fortsetzung unserer Reise mit dem Toyota 4-WD, zu klein und unbequem - scheidet aus !

3. Warten bis APOLLO  ein Ersatzauto aus dem 3.450 km entfernten Brisbane nach  Darwin ueberstellt, dauert zumindest 3 Tage - scheidet aus !

4. Flug auf Kosten APOLLO nach Brisbane, wir wollen Australien nicht aus der Luft kennen lernen - scheidet aus !

5. -und darauf haben wir uns geeinigt - Fortsetzung unserer Reise mit einem 2-Bett Wohnmobil  bis Cairns, APOLLO ueberstellt ein 6-Bett Auto von Brisbane dorthin, wo wir es am 28.4.(=unser geplanter Ankunftstag in Cairns) fuer unsere weitere Reise uebernehmen koennen.

Die Uebergabe des neuen, wesentlich kleineren Autos, wird fuer Donnerstag, 13.00 Uhr vereinbart. Wir suchen uns einen nahe gelegenen Campingplatz und beziehen wieder eine Cabin. Donnerstag frueh fahren wir wieder zu APOLLO, lassen dort das Auto samt Gepaeck stehen und gehen zu Fuss in das Stadtzentrum. Es ist - so wie alle Tage zuvor auch - unertraeglich heiss, feucht und schwuel, schwarze Wolken zeigen den taeglichen, tropischen Regen an, uns fliesst der Schweiss herunter ! Wir suchen ein Internetcafee, weil wir den Reisebericht ins Netz stellen wollen. Nach langem Suchen finden wir in einem Backpackerhotel einen Internetanschlusss, leider sind alle Plaetze besetzt, ein WLAN-Anschluss nicht vorhanden. Wir werden von einem jungen Maedchen zum AYH (Australien Youth Hostal) verwiesen, dort haben sie tatsaechlich WLAN, wir kaufen uns 1 1/2 Stunden, der Arbeitsplatz ist auf einem Waschtisch im Freien, wir sehen unsere Post schnell durch, schreiben ein paar E-mail und verfassen unseren Bericht. Nach etw 1 1/4 Stunden sind wir fertig und wollen den Bericht veroeffentlichen, ploetztlich ein Hinweis “Der Credit betraegt $ 0,00″ !. Also nochmals 1/2 Stunde gekauft um nachzusehen, ob der Bericht im Netz ist: LEIDER NEIN ! Die ganze Arbeit in bruetender Hitze umsonst, uebrigens auch die E-mails sind nicht weggegangen ! Ich bin mir sicher, dass hier mit der Zeitmessung die Leute uebers Ohr gehauen werden, denn als ich zum 2. Mail ins Netz ging wurde mir sofort angezerigt, dass mein Credit nur mehr $ 1,00 betraegt, obwohl ich $ 2,00 bezahlt hatte.

Wir hatten keine Zeit mehr, es war schon 13.30 Uhr, Mike und das neue Auto warteten bereits. Tatsaechlich als wir ankamen, war alles fertig, eine kurze Uebergabe bzw. Uebernahme, wir packten nun erneut in dieser Hitze unsere “Siebensachen” in ein anderes Auto. Wir bedankten uns bei Mike fuer seine mustergueltige Arbeit - er war sichtlich froh uns los zu sein - und fuhren los. Unsere Abreise glich mehr einer Flucht als einerm geordneten Rueckzug, wir wollten dem unangenehmen Klima entrinnen ! In einem Geschaeft kauften wir noch Lebensmittel, am Karfreitag sind alle und am Karsamstag und Ostersonntag die meiste Geschaefte geschlossen.

Wir wollten Anfangs nur nach Pine Creeck, der dortige Campingplatz war jedoch sehr stark vernachlaessigt, sodass wir weiter Richtung Katherine fuhren. Kurz nach Pine Creeck Strassensperre durch 10 Polizisten mit vier Autos, sie lotsten alle Autofahrer - so natuerlich auch mich - auf einen Parkplatz und unterzogen jeden einem Alkotest. Ich habe, schon wegen der niedrigen Promillegrenze fuer Wohnmobilfahrer hier tagsueber noch keinen Tropfen Alkohol getrunken und hatte daher ein gutes Gefuehl. Ist auch gut so, wie man sieht !

Kurz vor Einbruch der Nacht kamen wir auf einen sehr schoenen, in einem Palmengarten angelegten Campingplatz in Katherine. Wir waren Todmuede und gingen bald ins Bett.

Am Karfreitag wollte ich den am Vortag in Darwin im weiten Internetnetz entfleuchten Reisebericht neu verfassen, der dortige Campingplatz-Computer war aber kaputt, also wieder nichts. Ich half daher Ingrid beim Verstauen unserer Sachen im Auto und wir fuhren dann los. In Mataranke badeten wir in den Thermalquellen, die wir in der Vorwoche wegen der Strassenueberflutung nicht erreichen konnten. Dann ging es weiter, in Daly Water verliessen wir den Stuart HWY um auf dem Carpentaria HWY ostwaerts Richtung Cape Crawfort, zu unserem heutigen Tagesziel. Schon nach rund einem halben Kilometer bestand dieser Highway nur mehr aus einem asphaltiertem Fahrstreifen, bei uns wuerde man hiezu ein gut ausgebauter Gueterweg sagen. Die ersten 75 km verliefen schnurgerade inmitten lichter Eukalyptuswaelder, in denen auch Rinder grasten. Ich musste daher hoellisch aufpassen, ob nicht nur ein Kaenguru sondern auch eine Kuh auf der Strasse vor uns auftaucht. Schon am Anfang dieser 270 km langen Strasse weisen Schilder darauf hin, den Roadtrains (Lastwagenzuege mit bis zu vier Anhaengern, die insgesamnt 53,5 m lang und bis zu 250 Tonnen schwer sein koennen und dort auch fahren !) unbedingt auszuweichen.   Es begegneten uns genau zwei solcher Zuege und 5 PKW, wir waren fast alleine auf der Welt ! In Cape Crawfort, welches nicht aus einem Ort, sondern nur aus dem “Heart Breaker Hotel”, eigentlich einem Rasthaus, besteht, bekamen wir problemlos einen Stellplatz, wir waren die einzigen Camper ! Es war aber sehr nett dort, wir kamen mit den Wirtsleuten, Roadtrainfahrern und Fischern (!) - es gibt tatsaechlich Menschen, die vom 4000 km entfernten Sydney dorthin zum Fischen fahren - ins Gespraech.

Am Karsamstag starteten wir frueh los um nun auf dem Tableland HWY Richtung Sueden zum Barkly HWY zu gelangen. Der Tableland HWY ist genauso schmal wie der Carpentaria HWY, nur um 120 km laenger und in einem etwas schlechteren Zustand. Trotzdem, erst wenn man in solche Gebiete faehrt, spuert man die  Groesse und Weite dieses Landes. Auf dieser Strasse kamen uns 9 Autos, 6 davon hatte Boote angehaengt, es mussten daher Fischer gewesen sein, entgegen. Anfangs war die Gegend noch bewaldet, dann aenderte sich das Bild es wurde flach wie ein Tisch, daher auch der Name, und auf unendlcih weiten Flaechen grasten riesige Rinderherden.

Beim Barkly Roadhouse erreichten wir den Bartkly HWY, wir tankten dort nicht voll, die verlangen fuer einen Liter Diesel doch glatt $ 2.09,9 (normalewrweise zahlt man ca. $ 1,60,0). Wir fuhren dann noch die 260 km bis Croomweal, welches bereits in Queensland liegt und verbrachten die Nacht auf dem einer Tankstelle angegliederten Campingplatz, der sehr sauber, ordentlich und billig war.

Heute sind wir frueh los um nach Mount Isa zu fahren, uns etwas zu erholen aber vor allem auch die Waesche sauber zu machen und diesen Reisebericht ins Netz zu stellen.

Uns geht es sehr guit, fuehlen uns allerdings im neuen Auto etwas beengt, aber auch das geht vorrueber. Kein Nachteil ohne Vorteil, dieses Auto verbraucht wegen seiner “Kleinheit” deutlich weniger Sprit !!

Wir gruessen euch alle sehr herzlich und wuenschen nochmals frohe Ostern !

Fotos giebts auch diesmal nicht, es ist jetzt 17.55 Uhr - bei uns “dahoam” 08.55 Uhr -und das Buero schliesst um 18.00 Uhr !

Erwin und Ingrid

 

Karsamstag

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Australien 2008 - “Der 4.”

März 11th, 2008 by erwin

Hi Ihr Lieben ! Sind gestern gut in Alice Springs angekommen. Die Fahrt von Adelaide über das Barossa- und Clarevalley, Port Augusta, Coober Pady zu einem der Höhepunkte zum Ayers Rock, den Olgas und dem Kings Canyon hätte - obwohl immer wieder behauptet wird, dass dies hier eine einsame Gegend ist - nicht abwechslungsreicher sein können.
Adelaide ist eine sehr europäische Stadt, mit einem reichen Kulturangebot und quasi das Tor zum “Outback”. Vorher machten wir natürlich im Barossa- und Clarevalley, den bekanntesten Weinregionen Australiens, Halt. Das Gebiet ist riesig, der Wein sehr gut, obwohl wir tagsüber auf eine Verkostung verzichtet haben (für Motorhomefahrer ist hier die P-Grenze 0,002 ! Port Augusta ist ein einsames Nest, wo wirklich gleich hinter den Häusern der Stadt das “Outback” beginnt. Was wir allerdings dort in einem Bottleshop kaufen konnten war - ihr glauibt es nicht - einen Karton “Zipferbier”, wirklich war !

Nach Port Augusta trafen wir in der “Opalhauptstadt der Welt” in Coober Pady ein. Die Stadt zählt ca. 3.600 Einwohner, die etwa zur Hälfte in ihren “Dugouts”, so nennen sie ihren Höhlenwohnungen, leben. Die Gegen rund um die sehr staubige Stadt gleicht einer Mondlandschaft ! Total umgewühlt und übersäht mit rund 200.000 Löchern, die zur Suche des Opals in die Erde gegraben wurden. Wir machten eine Rundfahrt zu einer Mine, einer Höhlenwohung und durch die Stadt. Unser Führer und Fahrer stellte sich als Rudi vor, er ist ein Gmundner, der 1962 nach Coober Pady kam und Opale suchte, er war anscheinend nicht sehr erfolgreich, sonst müsste er mit seinen 73 Jahren nicht Fremdenführer spielen. Er war aber ein sehr netter lustiger Kerl, der anschaulich aus dem Leben in Coober Pady und als Opalsucher erzählen konnte.
Die Fahrt von Coober Pady bis Erldunda war geprägt von den unterschiedlichsten Zonen, mit Bäumen, Sträuchern, verschiedenfärbigen Böden, einfach abwechslungsreich. Während dieser rund 480 km langen Fahrt kamen uns auf dem “Stuart Highway”, der einzigen Straße Richtung Norden, gezählte 50 Autos entgegen ! Man sieht, Autofahren in Australien ist kein Problem ! In Erldunda zweigten wir Richtung Westen, zum Ayers Rock, den Olgas und dem Kings Canyon ab. Wirklich einer der Höhepunjkte unserer Reise. Wir betrachteten den Ayers Rock beim Sonnenuntergang, das Fabenspiel ist einfach überwältigend. Am zweiten Tag umrundeten wir ihn, ca. 10 km ist die Wegstrecke lang, es eröffnen sich immer wieder neue Perspektiven. Wegen der Hitze war der Weg auf ihn geschlossen, wir wären sowieso nicht hinauf (der Ayers Rock ist den Aboriginal heilig) da auch wir nicht wollen, dass Menschen auf den Altären unserer Kirchen herumklettern.

Am Sonntag leistete ich mir einen Heliflug zum Sonnenaufgang ! Es war ein einmaliges Erlebnis, den Ayers Rock und die Olgas im Licht der aufegehenden Sonne aus der Luft zu betrachten. Zurückgekehrt fuhren wir beide die rund 60 km zu den Olgas und machten zwei wunderschöne , anspruchsvolle Wanderungen in diesem einmaligen tiefroten Gebirgsstock. Montags verließen wir dieses, zurecht als Weltkulturerbe erklärte, schöne Gegend und fuhren zum Kings Canyon, dem dritten Highlight Zentralaustraliens. Der Kings Canyon ist mit rund 100 m die tiefste Schlucht Australiens, er leuchtet in den verschiedensten Rottönen. Der Sandstein ist innen jedoch leuchtend weiß, die äußere Schicht ist von der Sonne richtig verbrannt. Trotz der Mittagshitze, es hatte rund 45 Grad, stiegen wir zum Rand der Schlucht hinauf und bewältigten den ausgezeichnet ausgeschilderten 6 km langen “Track” in drei Stunden.
Bevor wir die rund 500 km lange Fahrt nach Alice Springs antraten, machten wir gestern früh noch eine etwa einstündige Wanderung in der Schlucht. Die Fahrt war wieder sehr abwechslungsreich, wenngleich der Verkehr hiezu keinen Beitrag leistet, es gibt nämlich fast keinen.

Alice Springs hat ca. 30.000 Einwohner, es ist eine liebenswürdige Stadt mit guten Restaurants und vielen Galerien, die Aboriginlakunst verkaufen. Ein Problem ist hier offensichtlich der Alkoholismus der hier in großer Zahl lebenden Aboriginals. Binnen kurzer Zeit konnten wir viele Alkoholleichen, Schlägereien und die Verhaftung einer Frau durch die Polizei beobachten. Trotzdem, Alice Springs ist eine sehr schöne Stadt, die, wie man sieht auch einen funktionierenden Internetanschluss bietet. Morgen geht es weiter Richtung Norden, bis in das ca. 550 km entfernte Tennart Creek. Wir hoffen, dass in Darwin, der nördlichsten Stadt unserer Reise, wieder ein solcher zur Verfügung steht. Uns geht es sehr gut, wir freuen uns auf die kommenden Erlebnisse.

Fotos folgen beim nächsten Bericht !

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