Sunday, May 20, 2012


Zu Gast bei den Heubel’s in Reichraming !

Juli 12th, 2011 by erwin

Unsere “Wirtsleute” - Wolfgang und Elli Heubel - luden unsere “Hotel-Lauriacum-Samstag-Vormittag-Stammtisch-Runde” Ende Juni auf ein von Elli sagenhaft zubereitetes “Schweinsbratl” in ihre Hütte im Reichraminger Hintergebirge ein. Wie es sich gehört fuhren wir mit dem Zug von Enns nach Reichraming, von dort wanderten - ein Teil - bzw. fuhren - der andere Teil - wir zur sehr idyllisch auf einer Waldwiese in etwa 900 m hoch gelegenen Hütte.

Nach einem (oder waren es mehrere ?) Willkommensdrink wurden uns von unseren Wirtsleuten und deren Helfern ein ausgiebiges und vorzügliches Mittagsmahl im gemütlich eingerichteten ehemaligen Stall der aufgelassenen Alm serviert. Die Stimmung war feucht fröhlich, feucht, weil es draussen einige Zeit stark regnete und innen das Bier und der Wein schmeckte und fröhlich weil wir einfach Spaß hatten. Gegen 16.00 Uhr traten wir den Rückmarsch Richtung Bahnhof Reichraming zur Rückfahrt mit dem Zug nach Enns an.

An dieser Stelle ein herzliches Danke an Elli und Wolfgang samt ihren Helfern, die uns spürbar herzlich diesen gemütlich Tag bescherten. Hier sind ein paar FOTOS zu sehen.

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Unsere Stammtischrunde in Salzburg !

Juni 9th, 2011 by erwin

Nach reiflicher, langandauernder (ca. 10 Sek. !) Beratung beschloss unsere “Hotel-Lauriacum-Samstag-Vormittag-Stammtisch-Runde” mit der Bahn einen Tagesauflug nach Salzburg zu unternehmen. Gesagt getan: 14 Mann trafen sich am 31.5.2011 um 09.00 Uhr am Bahnhof Enns um die Mozartstadt zu besuchen. Hier kurz der Reiseverlauf: Gasthaus Wurdinger - Bahnhof Enns - Bahnhof Linz - Bahnhof Salzburg - Gasthaus “Die Weisse” - Fußmarsch (für alle) nach Salzburg Mitte - Cafe Tomaselli - Festung Hohensalzburg - Fußmarsch (für Teile der Mannschaft) nach Mülln - Müllnerbräu - Gasthof Krimpelstätter - Bahnhof Salzburg - Bahnhof Linz - Bahnhof Enns - Gasthaus Wurdinger. Schön, gemütlich und lustig wars ! Fotos sieht man HIER.

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Hausbootferien 2011 - Im Norden Deutschlands !

Mai 15th, 2011 by erwin

Mangels Internetzugänge auf dem Schiff und in den Pensionen, in denen wir während unserer Fahrt durch den Norden Deutschlands nächtigten, komme ich erst jetzt zuhause dazu, den versprochenen Urlaubsbericht zu verfassen. Hier ist er:
Unsere Fahrt mach Untergöhren/Malchow verlief problemlos und sehr schnell. Am Montag Nachmittag übernahmen wir unser Hausboot, die “Waren”, ein sehr komfortables geräumiges Schiff mit einer bestens funktionierenden Heizung, die wir am Anfang unserer Reise auch dringend benötigten, denn es war sehr kalt und windig aber trocken. Die erste Nacht verbrachten wir in der neuen und sehr schönen Marina in Untergöhren, wir hatten so Zeit unsere Siebensachen zu verstauen und uns einzurichten. Am Dienstag starteten wir, nach einer kurzen Bootseinweisung, vom Fleesensee aus Eldeabwärts Richtung Lübz. In Malchow mussten wir auf das Öffnen der Drehbrücke warten, die Zeit nutzen wir für ein Fahrtraining (Rückwärtsfahrt etc.). Durch den Recken, den Petersdorfer See und den Lenzer Kanal führte uns die Reise inmitten einer sehr schönen Landschaft zum Plauer See, den wir überquerten. Nach dem passieren der Hubbrücke in Plau kamen wir zur ersten Schleuse. Die Schleusung erfolgte problemlos, jeder tat die nötigen Handgriffe wie vorher besprochen. Inbesondere Ingrid und Grete, die die Vorleinen bedienten, waren rasch ein eingespieltes Team. Fritz hatte die Heckleinen im Griff. Weiter ging es, die Schleusen Barkow, Bobzin (mit fast 8 m Hubhöhe die Höchste aller Schleusen) und Lübz passierten wir ebenso problemlos. In der Marina Lübz, einem idyllischen Naturhafen, verbrachten wir die Nacht. Übrigens, in Lübz wird ein hervorragendes Bier gebraut, welches wir zur Sicherung der Crewlaune ständig an Bord hatten.

Am darauffolgenden Tag besichtigten wir Lübz und fuhren dann weiter, die Schleuse Neuburg passierend bis Parchim, unserem Wendepunkt. Auch die dortige Marina liegt direkt neben dem Stadtzentrum und verfügt über sämtlichen Ver- und Entsorgungseinrichtungen. Nach der sternenklaren, kalten Nacht, am Morgen hatten wir überall Raureif, fuhren wir sehr früh los um unser Tagesziel Plau am See zu erreichen. Auch die bergwärtige Passage aller vier Schleusen erfolgte ohne Probleme, obwohl diese durch den Druck des in die Schleusenkammer strömenden Wassers schwieriger ist. In Plau am See liefen wir den Wasserwanderratsplatz an, der vom Hafenmeister Benno Schlefske hervorragend betreut wird. Er hisste sogar zu unserer Ehre die Österreichische Fahne am Flaggenmast des Hafens. In Plau bunkerten wir Lebensmittel und Getränke und sahen uns dann die Stadt an. Am Freitag “tuckerten” wir zuerst bis zum Südende des Plauer Sees, er ist, nach der Müritz, der zweitgrösste Binnensee Deutschlands, dann fuhren wir durch den Lenzer Kanal bis in die Stadtmarina von Malchow. Zum Abendessen gab es dort ein von Fritz zubereitetes Erdäpfelgulasch, welches mit Bier aus Lübz bestens harmonierte. Am Samstag starteten wir schon früh den Schiffsmotor um die erste Öffnung der Drehbrücke um 09.00 Uhr zu erreichen, unser Ziel war Waren, die Kreisstadt am nördlichen Ende des Müritz Sees. Nun ging es hinein ins Zentrum der  Mecklen-burgischen Seenplatte: Malchowsee, Fleesensee, Kölpingsee und dann der Müritzsee, alle verbunden durch schmale Kanäle wo reger Schiffsverkehr herrschte. Es war ein sehr schöner warmer, wenn auch windiger Tag, der viele Menschen auf ihre Boote lockte. Es war gut, dass wir schon um die Mittagszeit in Waren ankamen, denn wir ergatterten noch einen der letzten Liegeplätze im Stadthafen, unmittelbar im Zentrum der schön restaurierten Stadt. Wir genossen es, an Deck mit einem Bier in der Hand und in der Sonne sitzend, das Treiben im Hafengelände zu beobachten. Am Sonntag namen wir uns Zeit, das sehr interessante Museum “Müritzeum” zu besichtigen und liefen erst gegen Mittag aus, fuhren dann zuerst Richtung Süden um einen Eindruck von der Grösse des Müritzsees zu bekommen. Bei Schloß Klink wendeten wir und fuhren zurück in Richtung der Heimatmarina in Untergöhren, wobei wir jedoch noch einen Abstecher in den Jabelsee machten, an dessen Ufer ein riesiges Naturschutzgebiet liegt. Dieses darf jedoch nicht betreten werden, weil dort die einzigen in Europa freilebenden Wisente (Büffel) leben. Gegen 16.30 Uhr liefen wir in der Marina ein, wir hatten rund 36 Motorstunden hinter uns und dabei ca. 200 km zurückgelegt. Klingt nach nicht viel, wenn man aber bedenkt, dass die Höchstgeschwindigkeit in den Kanälen nur 6 km/h und auf den Seen nur 10 km/h beträgt, war es doch eine ganz ordentliche Strecke durch eine sehr schöne Landschaft und in kleine, seit der Wende bestens restaurierte Städte.
Die Bootsrückgabe am Montag verlief ohne Probleme und sehr rasch, die Crew der Marina Unergöhren ist sehr freundlich und kompetent, ein Dank für die hervorragende Betreuung an dieser Stelle. Nachdem wir unsere Sachen im Auto verstaut hatten, starteten wir Richtung Schwerin, der Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Dort beeindruckten uns die schön restaurierten Gebäude in der Innenstadt, die riesige im 13. Jhdt. errichtete gotische Kathetrale im Backsteinstil und das imposante Schloß Schwerin. Mit einem “Bummelauto” machten wir eine Stadtrundfahrt mit und genossen zwischendurch - natürlich - ein “Lübzer”. Die Nacht verbrachten wir in der ruhigen Pension “Am Theater”. Dienstags führte uns die Reise weiter Richtung Norden zuerst nach Wismar, wo wir ebenfalls hervorragende Beispiele der gotischen Baukunst und riesige Kathetralen, die herausragende Kunstwerke beinhalten, bei einer geführten Stadtrundfahrt sahen. Die alte Hansestadt Wismar, mit ihrem mehr als 10.000 m2 großen Marktplatz und dem Ostseehafen ist eine sehr sehenswerte Stadt, sie zählt wie auch Stralsund, zu den UNESCO Kulturerbestädten. Erwähnenswert sind übrigens die Wismarer Straßennamen, unter anderem fielen uns besonders die ABC-Straße, die Sargmacherstraße und ganz besonders die “Tittentasterstraße” auf. Nach diesem Zwischenstopp fuhren wir dann noch bis Binz auf der Insel Rügen. Binz, das sich auch als das “Monaco der Ostsee” bezeichnet ist eine sehr schöne lebendige Kurstadt an der Ostsee. Die Häuser sind alle weiß gestrichen, viele große Villen zeigen den Glanz der Bäderkultur zur Wende des 19. zum 20. Jhdt., sie wurden liebevoll restauriert und stehen nun den Gästen zur Verfügung. Durch die Hilfe einer sehr freundlichen Dame im Fremdenvekehrsbrüo fanden wir in der Villa “Colmsee”, direkt an der Strandpromenade gelegen, ein preisgünstiges Quartier. Es muss gesagt werden, dass noch Vorsaison war, ab Pfingsten bis in den Herbst hinein ist Binz rappelvoll. Schon bei unserem ersten Erkundungsspaziergang fanden wir ein wunschönes Haus, nämlich den prächtigen Brauereigasthof “Zum Alten Fritz”, wer Fritz Steinbichler kennt, weiss wie breit sein Grinsen war ! Dort trafen wir uns dann auch mit Erwin Voglsam, der mit seiner Frau Christine auf Rügen Urlaub machte, auf einige Biere, diesmal allerdings der Marke “Störtebeker” !
Am Mittwoch erkundeten wir den Norden Rügens, wir schauten kurz bei Prora vorbei, einem Wahnsinnsbau des Dritten Reiches. Prora, ein vier Kilometer (!!) langes, sechsstöckiges Gebäude sollte Platz für 20.000 Badegäste bieten, es wurde Mitte der dreissiger Jahre des vorigen Jahrhunderts durch die NS-Organisation “Kraft durch Freude” errichtet, jedoch wegen dem Ausbruch des Zweiten Krieges nie fertiggestellt. Weiter ging es nach Sassnitz, ebenfalls einem Badeort, dem Naturpark “Königstuhl” nach Kap Arkona, mit seinen Leuchttürmen und der berühmten deutschen Wetterstation. Es war dies der nördlichsten Punkt unserer Reise. Von Kap Arkona wanderten wir entlang der Steilküste zum, in eine schmale Schlucht geduckten, kleinen Fischerdorf Vitt, dessen 14 mit Reet (Schilf) gedeckte Häuser alle unter Denkmalschutz stehen. Zur Rückfahrt nach Bitz über die Inselhauptstadt Rügen nutzen wir die Fähre in Wittow. In der Nacht auf Donnerstag regnete es etwas, sodaß wir bei unserer Abfahrt in Richtung Stralsund leichten Nebel hatten. Die Fahrt durch die langen und mächtigen Alleebäume, die auf Rügen das Straßenbild prägen war dadurch etwas mystisch. Noch etwas ist auf Rügen typisch, nämlich die Ortsdurchfahrten. Die Überlandstraßen sind in der ehemaligen DDR inzwischen in einem hervorragenden Zustand, kommt man jedoch in eine Ortschaft, beginnt vom Ortsanfang bis zum Ortsende eine wahre “Rumpelpiste”, nämlich der aus Rundsteinen zusammengefügter Straßenbelag vergangener Zeiten. Man kann daran die Finanzkraft der Gemeinde der Gemeinde erkennen, je schlechter der Belag, umso ärmer ist die Gemeinde. Jedenfalls kann man dort die 50-er Beschränkung vergessen, schon bei Tempo 20 glaubt man, das Auto fällt auseinander. In Stralsund angekommen, vorher überquerten wir noch auf der neuen hochaufragenden und sehenswerten Brücke des Strelasund der Ostsee, der Rügen vom Festland trennt, machten wir einen Stadtrundgang. Hier beeindrucken insbesondere das wunderschöne im 13. Jhdt. errichtete Rathaus mit seiner imposanten Scheinfassade und die mächtigen gotischen Kirchen St. Marien und St. Jakob mit ihren Kunstschätzen und gotischen Flügelaltären, die wir alle besichtigten. Am frühen Nachmittag traten wir östlich an Berlin vorbei fahrend durch das Bundesland Brandenburg die Weiterreise nach Dresden, der Hauptstadt Sachsens an. Von einem früheren Aufenthalt war das Hotel “Inter City” bekannt, wo wir auch Zimmer für eine Nacht bekamen. Dadurch entschlossen wir uns nicht wie geplant am Samstag, sondern schon am Freitag Nachmittag die Heimreise anzutreten. Die Zeit bis dahin nutzten wir für einen Stadtrundgang, der Besteigung der Kuppel der Frauenkirchen und für eine zentrale Kirchenführung in diesem imposanten, wieder errichteten  Bauwerk, die täglich um 12.00 Uhr, verbunden mit einer Orgelandacht kostenlos angeboten wird. Um 14.00 Uhr starteten wir dann den 590 km langen Rückweg über Hof, Regensburg und Passau nach Enns, wo wir um 19.10 Uhr auch glücklich ankamen.

Es war dies eine interessante, abwechslungsreiche und schöne Reise die uns mehr als 2500 km zu Lande und zu Wasser durch unser Nachbarland Deutschland führte. Fotos sieht man HIER.

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Hausbootferien 2011

April 27th, 2011 by erwin

Hallo, hier bin ich wieder !

Nach einem Jahr der Faulheit, obwohl wir 2010 einige Reisen unternahmen hatte ich darüber keine Beiträge ins Netz gestellt, will ich nun unseren Freunden wieder die Möglichkeit geben, eine unserer Reisen, diesmal die diesjährige Hausbootfahrt in Mecklenburg-Vorpommern, genauer gesagt auf der Müritz-Elde Wasserstraße und der Mecklenburgischen Seenplatte, visuell mitzuverfolgen. Am 1. Mai geht es jedenfalls los. Wir, das sind Fritz und Grete Steinbichler sowie Ingrid und ich, reisen von Enns bis Malchow, nordwestlich von Berlin gelegen, in einem Stück durch um dort unseren schon lange geplanten Urlaub anzutreten.

Am 2. Mai übernehmen wir ein Hausboot, eine Penichette 1165 FB, um dann gemütlich eine Woche durch die Gegend zu “schippern”. Von Untergöhren geht es zuerst Elde abwärts voraussichtlich bis Garwitz, dann Stromauf bis nach Waren, der schönen Stadt am Nordostufer des größten Binnensees Deutschlands, der Müritz, und dann wider retour bis Untergöhren.
Anschließend geht es mit dem Auto weiter Richtung Norden auf die Insel Rügen, dem wunderschönen Naturjuwel in der Ostsee. Dann führt uns unsere Fahrt östlich an Berlin vorbei Richtung Dresden, von wo wir dann wieder zurück in die Heimat fahren werden.

Selbstverständlich will ich auch Fotos zeigen, das Wort, welches zu den Fotos leitet ist in der Farbe blau unterlegt. Hier ein Beispiel: so schaut unsere Penichette aus.

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Australien 2009 - ” Der 9. und Singapur”

Dezember 1st, 2009 by erwin

Grüß Gott !

Dieser alte österreichische Gruß ist jetzt wieder angebracht, denn wir sind wieder zu Hause !

Wir sind am Sonntag um 09.30 Uhr wieder in der guten alten Stadt Enns gelandet und es ist schön wieder daheim zu sein.

Zum letzten Mal habe ich mich aus Perth gemeldet und angedeutet, dass wir die Stadt erkunden und zum Abschluß auf die “Perther Hausinsel”, nach Rottnest Island, fahren wollen. Wir haben alles genau so gemacht. Perth ist eine sehr lebendige Stadt, die es geschafft hat, das Alte mit dem Neuen zu verbinden. Es hat im Stadtkern schöne alte Häuser aber vor allem die hoch in den Himmel ragenden “Paläste” der Banken und Versicherungen prägen das Stadtbild. Wir wanderten durch den Kingspark mit dem Botanischen Garten sahen ein Radrennen mit rund 7000 Teilnehmern, besuchten ein Fußballspiel (Soccer) bewunderten (manchmal belächelten) den üppigen Weihnachtsschmuck in den Straßen und Geschäften. Kurzum, es wurde uns einfach nicht langweilig. Der Wettergott meinte es gut mit uns, all die Tage strahlte die Sonne vom blauen Himmel und es hatte so um die 35 Grad, ich hatte mir jedenfalls einen ordentlichen Sonnenbrand geholt.

Am Montag fuhren wir nach Rottnest Island, um 8.00 Uhr wurden wir vom Hotel abgeholt, ein Bus brachte uns zur Jetty (Bootsanlegestelle) zu einem Fährschiff, dass uns auf dem gewundenen, teils breiten Swan River die rund 15 km bis in den Hafen von Freemantle brachte. Die Fahrt dorthin war sehr schön, ein Yachtklub reihte sich an den anderen, sehr schöne luxeriöse Häuser mit den entsprechenden Yachen davor stehen dicht an dicht gedrängt am Ufer. Der Baugrund ist kostbar, steile Hänge werden mit Baggern so bearbeitet, dass man ein Haus darauf bauen kann. Im Hafen von Freemantle lagen Schiffe aus aller Herren Länder. Dort bestiegen wir die Fähre “Rottnest Express”, die uns in einer knappen halben Stunde zur rund 20 km entfernten Insel brachte.

Rottnest Island hat eine bewegte Geschichte, sie wurde 1696 vom Holländer De Vlamingh entdeckt. Er gab ihr den Namen “Rotte Nest” weil er die dort lebenden kleinen Baumkänguruh (”Quokkas”) mit ihren nackten Schwänzen als riesige Ratten hielt, der Name blieb ihr bis heute erhalten. Von 1838 bis 1903 war sie eine Gefängnisinsel für Aboriginalmänner, die dort zumeist auch starben, weil sie einerseits das für sie ungewohnte Klima nicht ertrugen und anderseits gegen die Krankheiten der Weißen keine Abwehrkräfte hatten. Während des ersten und zweiten Weltkrieges war dort ein Ahaltelager für Deutsche, Italienische, Japanische und auch Österreichische Kriegsgefangene. Anfang der 1950-er Jahre änderte sich ihre Verwendung schlagartig, sie wurde zunehmends “die” Ausflugsinsel der Bewohner des Großraumes Perth und dies auch zu Recht. Rottnest Island ist ein sehr schöne Insel, auf der es keine Autos (ausgenommen Versorgungsfahrzeuge und Kleinbusse) gibt und auf der auch nur jene Menschen leben dürfen, die dort arbeiten.

Die Insel ist ziemlich hügelig und kann nur mit Fahrrädern, zu Fuß oder vom Boot aus erkundet werden. Sie verfügt über eine Unzahl von wunderschönen Badebuchten, das Wasser hat alle Blau- und Grüntöne, ist Kristallklar und warm. Ein aus dem tropischen Norden kommender Strom sorgt dafür, dass man dort auch in der kühlen Jahreszeit baden und tauchen kann. Zum Schutz der Unterwasserflora wurden tausende Bojen gesetzt, an die die Boote festmachen können. Wahrlich ein Paradies wo wir uns wohlfülten.

Am Abend, nach unserer Rückkehr aus Rottnest Island wanderten wir noch durch die Straßen der Stadt und vergönnten uns zum Abschluß unseres Australienaufenthaltes in “Bobby Dazzlers Drink- and Eatery” ein “Turf and Surf” (=Steak mit einem halben Lobbster) und “Garlicprawns” (=Garnelen in Knoblauchsauce), ein Gedicht !!!

Am Dienstag packten wir unsere Sachen und machten noch einen Kurzbesuch in der “The Perth Mint”. Diese Münzprägeanstalt wurde bereits 1899 gegründet, ihre Aufgabe war es, den Goldsuchern einen angemessen Preis für ihr Gold zu bezahlen, damit zu handeln sowie Münzen zu prägen. Dies macht sie auch noch heute, man kann dort Münzen aber auch ausgefallene Goldnuggets in alle Größen  und Preislagen kaufen. Kurz nach 12.00 Uhr fuhren wir mit dem Taxi zum Flughafen und checkten auch sofort ein, das war gut so, schon im Hotel hatten sie uns geraten zumindest drei Stunden vor Abflug dort zu sein denn der Flughafen verfügt nur über relativ wenige Abfertigungsschalter. Die Wartezeit war auch ziemlich lang.

Um 16.35 Uhr hätten wir starten sollen, erst um 17.20 Uhr hob dann der Airbus der Singapur Airline ab, es dürfte auch noch ein Problem mit der EDV gegeben haben, den auch das Boarding dauerte lang. Die Maschine drehte nach dem Start ein große Schleife über Perth, so konnte ich noch ein paar schöne Fotos aus der Luft machen.  Nach etwa einer Stunde verschwand dann Australien im abendliche Dunst  Es wurde uns direkt etwas schwermütig ums Herz, als wir das uns lieb gewordene Land nicht mehr sehen konnten.

Der Flug nach Singapur verlief sehr angenehm, Singapur Airline ist nicht umsonst eine der besten Fluggesellschaften der Welt, das Service und das Unterhaltungsangebot ist einfach hervorragend. Trotz der Verspätung beim Start kamen wir pünktlichum 21.20 Uhr in Singapur an. Die Einreise verlief Problemlos, Ingrid hatte die Stange Zigaretten, die sie sich in Perth gekauft hat deklariert und das war gut so, den grundsätzlich dürfen in Singapur keine Zigaretten eingeführt werden nur bei Touristen, die einen Stopover wie wir machen, wird ein Auge zugedrückt.
Karin Danninger, mit der wir schon seit langer Zeit befreundet sind holte uns am Changi Airport ab. Karin lebt seit 15 Jahren in Singapur, sie hat bei Daimler einen guten Job und ist in Singapur voll Zuhause. Sie hatte uns bereits Karten für die MRT besorgt, sodaß wir uns am nächsten Tag sofort in das Gewühl stürzen konnten. Gewühl ist auch das einzig richtige Wort für diese Stadt. Singapur platzt aus allen Näten, es wird gebaut was das Zeug hält, sie ist schlechthin der Wirtschaftsmotor für den asiatischen Raum. Der Stadtstaat, er wurde erst 1965 gegründet, hat eine Fläche von nur rund 620 km2 auf der sich 4,5 Millionen Menschen drängen. Rund 75 % sind Chinesen, etwa 17 % Malayen, der Rest kommt aus der ganzen Welt.

Wir waren vor 10 Jahren zum letzten Mal dort, wir kannten die Stadt fast nicht mehr. Sentosa, früher eine Insel die in erster Linie der Erholung diente ist fast zur Gänze zugebaut, eine Attraktion löst die andere ab, nun werden noch Hotels und Hochschaubahnen gebaut, es ist Unglaublich was sich da abspielt.

Wir sind jedenfalls jeden Tag in der Stadt gewesen, haben das Chinesen-, Inder- und Araberviertel besucht und sind durch die Häuserschluchten der Innenstadt gewandert. Im berühmte Hotel “The Raffels” kauften wir uns in der “Long Bar” ein Bier und schmissen die Schalen der dazugereichten Erdnüsse auf den Boden, wie es dort schon seit über 100 Jahren der Brauch ist.

Donnerstag abends erlebten wir einen Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes. Karin hatte uns schon bei unserer Ankunft gesagt, dass sie Gratiskarten für eine Party im “Heli Pads” hat, wir glaubten dies sei eine Bar in einem Hochhaus. Wir waren auch dann pünktlich um 20.00 Uhr in einer Bar im 70. Stock des “Stamford” Hochauses. Als dann die Tür aufging und die vielen Leute eingelassen wurden, staunten wir nicht schlecht: eine schmale Treppe führte uns bis auf das Dach des Hochhauses, wo auf dem “Helipad”, dem Hubschrauberlandeplatz die Party stattfand. Es war unglaublich schön, die hellerleuchtete Stadt zu seinen Füssen zu sehen. diese Überraschung ist Karin wirklich gelungen.

Nach einer guten Stunde wurde dort oben der Geträngeausschank eingestellt, das Geschehen verlagerte sich in die Bar wo eine extra aus Deutschland eingeflogene Stardiscjockeyerin (Unshela oder so ähnlich) den Laden in Schwung brachte. Unglauiblich was das an teuren Sachen (Moetsekt etc.) konsumiert wurde. Gegen 23,00 Uhr hatten wir von dem Getümmel genug, wir fuhren mit dem Taxi nach Hause und warteten bis Mitternacht um Karin als erste zum Geburtstag, den sie am Freitag hatte, gratulieren zu können.

Das Wetter in Singapur ist sehr tropisch, heiß mit einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit, wir hatten Glück, den ausgenommen kurzen Regenschauern war es trocken trotzdem schwitzten wir was das Zeug hält
Am Samstag waren wir nur mehr im engeren Bereich von Karins Haus, machten uns dann reisefertig und gingen nochmals gemeinsam in ein Restaurant. Um 20.30 Uhr fuhren wir mit dem Taxi zum Flughafen, dort checkten wir sofort ein und schauten bis zu unserem Abflug um 00,20 Uhr dem Treiben zu. Der 12 1/2-stündige Flug mit dem Airbus A 340-600 der LUFTHANSA nach München verlief absolut ruhig, wir haben fast zwei Drittel der Flugzeit verschlafen.
Am Sonntag, um 05.45 Uhr landeten wir in München, es hatte etwa 0 Grad. Nachdem wir in Perth gebraten und in Singapur gekocht wurden, war dies eine angenehme Erfrischung. Unser Auto dürfte sich über unser Kommen auch gefreut haben, es sprang sofort an und brachte uns gut nach Hause. Es wollte nur bei der Autobahnraststätte Donautal, dass wir eine Schnitte Leberkäse mit einer Brezze essen, wir taten ihm halt den Gefallen, blieben stehen und “zwangen” uns dazu dies zu tun !

Daheim angekommen führte uns der erste Weg zu meiner Mutter und gratulierten ihr nun auch ganz direkt zum Geburtstag, unsere gute Heimkehr war wohl das schönste Geschenk, ihr Gesicht strahlte so richtig, als sie uns sah !

Damit schließe ich die Berichte über unsere diesjährige große Reise die unseren geistigen Horizont wieder erweitert hat und sage:

Bis zum nächsten Mal, wer weiß wo wir uns dann herumtreiben werden  !!

Erwin und Ingrid

PS: Neue FOTOS gibts natürlich auch zu sehen
Erwin

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Australien 2009 - “Der 8.”

November 21st, 2009 by erwin

I did it !

Ja, ich tat es und ich bin mächtig stolz darauf  ! Im “Warren NP”, der unser erstes Ziel nach unserer Abreise aus Walepol war, bestieg ich den höchsten der drei besteigbaren “Fire Trees” in diesem riesigen Waldgebiet. Die “Fire Trees”, schlanke  rund 80 bis 90 m hohe “Karri” Bäume, einer Eukalyptusart, wurden zwischen 1947 und 1952 als Leitstände für die Waldbrandbekämpfung eingerichtet. Die Holzwirtschaft hat in dieser Region große Bedeutung, sodaß die Bekämpfung von Waldbränden  eine existentielle Aufgabe war. Das Problem in dieser Gegend ist nur, dass es keine hohen Hügel gibt, von denen man aus die Feuerwehr gezielt hätte einsetzen können. Aus diesem Grund wurde in Bäumen, die die anderen überragten, insgesamt sind es 12, etwa 80 cm lange Stahlnägel spiralförmig als Stufen eingeschlagen, so konnte man ganz oben in den Baumkronen Plattformen errichten, die im Bedarfsfall als Leistelle dienten. Seit Ende der 1970-er Jahre werden Flugzeuge dafür eingesetzt, wenn jedoch starker Wind deren Einsatz verhindert, werden sie auch heute noch dazu verwendet.

“Mein” Baum, der “Bicentenniel Tree”, wurde im Jahre 1988 anläßlich des 200 Jahrjubiläums von Australien (daher auch der Name) mit einer neuen Plattform in 25 m Höhe ausgestattet und die Originalplattformen in 65, 71 und 75 m Höhe erneuert. Der Aufstieg ist ein Abenteuer, die rund 200 Stahlstangen und die etwa 40 Stufen der Eisenleitern zwischen den obersten Plattformen verlangen ganz schön Kraft. Der Blick in die Tiefe, aber auch der über die Kronen der anderen Bäume weit ins Land  war eindrucksvoll. Ganz oben angekommen konnte ich mir, obwohl ich ganz außer Atem war, einen “Jodler” (es war mehr ein Krächzen) nicht verkneifen. Im übrigen hatte ich Glück, zum einen waren fast keine Touristen da und zum anderen war das Wetter OK, kein Regen und kein Wind, bei Wind schwanken nämlich die obersten Plattformen bis zu einen Meter ! Außerdem ist es ein Wunder, dass in dem sonst so sicherheitsbewußten Australien die Besteigung ganz ohne Gurt und Sicherheitsnetz noch möglich ist. Es war einfach ein tolles, einmaliges Erlegnis !
Wie bereits erwähnt hat die Holzwirtschaft in diesem Gebiet enorme Bedeutung, es wachsen hier auch gewaltige Bäume, Tingle-, Karri- und Marribäume sind die wertvollsten der rund 700 (!) Eukalyptusarten die es in Australien gibt. Alle sind wahre Giganten, die Stämme schlank und erst ab etwa 40 m Höhe fangen die Äste an.

Nach meiner sportlichen Leistung kauften wir uns erst im nahe gelegenen Pemperton (dieser Ort heißt wirklich so) in einem schönen alten Kaffehaus einen  Imbiss. In Peperton fängt auch der Weinbau an. Es ist kurios, wenn auf Lichtungen zwischen den dunklen Wäldern auf einmal Weinstöcke in Reih und Glied stehen und auf den dahinter liegenden Wiesen Rinder grasen. Die Farmer hier haben so drei wirtschaftliche Standbeine. Den Wein dort haben wir allerdings nicht verkostet, wir hatten keine Gelegenheit dazu !

Gegen 15.00 Uhr sind wir dann in Augusta angekommen, Augusta liegt noch am Südlichen Ozean, aber nur 8 km davon entfernt ist der südwestlichste Punkt Australiens, nämlich das Cape Leeuwin mit seinem sehr schönen schneeweissen, 1895 erbauten Leuchtturm. Dort treffen sich der Südliche und der Indische Ozean, ein sehr beeindruckender Fleck dieser Erde.

Von Augusta, der Ort ist eine beliebte Feriensiedlung, sind wir dann am nächsten Tag nach Margaret River gefahren. Der Küstenstreifen wird von der rund 200 m hohen “Leeuwin-Naturaliste Range” geprägt. In diesem Kalksteinhöhenrücken werden rund 350 Höhlen vermutet, einige davon sind begehbar. Wir wählten uns die “Lake Cave”, mit ihren schönen zarten Stalagtiten und Stalagmiten aus, welche sich in einem kleinen unterirdischen See spiegeln. Alleine schon der Zugang in die rund 80 m tiefe Höhle war sehr erlebnisreich.
Margaret River ist zweifellos eine der schönsten Gegenden Westaustraliens. Der Ort hat “Chackter”, die Stadtväter und Mütter legen Wert auf Nachhaltigkeit, es gibt keine großen Hotels obwohl die Strände und vor allem der Weinbau dies “vertragen” würde. Erst seit 1967 wird in Margaret River Wein erzeugt, mittlerweile von insgesamt 160 Betrieben unterschiedlicher Grösse. Wie kann es ander sein, für Mittwoch buchten wir eine “Weintour”. Pünktlich um 9.50 Uhr wurden wir abgeholt, schon um 10.00 Uhr war die Verkostung im ersten Betrieb angesetzt, gleich 10 Sorten standen am Programm. Aber keine Angst, die Weine werden “Tropfenweise” eingeschenkt, man bekommt aber trotzdem einen sehr guten Eindruck über deren Qualität. Ingesamt standen der Besuch von sechs Weinbaubetrieben, einer Schokolade- und einer Käsemanufaktur am Programm. Am Vormittag waren wir bei den Elitebetrieben, für uns einfach unvorstellbar was da für ein Aufwand betrieben wird. Zu Mittag waren wir im “Überdrüberweingut”, dem “Voyager Estate” ! Alleine schon die Zufahrt zu diesem rund 150 ha großen Betrieb ist eine Wucht, links und rechts die Weinstöcke, die Grünanlagen getrimmt wie ein Golfplatz, die weissen Gebäude gepflegt und der wie mit der “Nagelschere” geschnittene Vorgarten könnte vor dem Schloß Schönbrunn stehen. In der Eingangshalle, in der die Verkostung der sehr guten Weine stattfand, werden auch Designerkleidung und Schmuck verkauft. Das Mittagessen im Restaurant war vorzüglich, kein Wunder, es ist eines der besten Westaustraliens.

Der Nachmittag war deutlich Bodenständiger, das Weingut “Pierro” war viel kleiner als die anderen,  aber es war das erste in dem  in Margarete River Wein produziert wurde. Übrigens von hervorragender Qualität, sogar die ehemalige Aussenministerin der USA, Condi Rice, war  dort schon zu Gast. Bei “Moss Brothers” wird auf organischer Basis ebenfalls ein Spitzenwein erzeugt, dort hatte ich den Eindruck noch einen Winzer vor mir zu haben. Der Besuch in der Schokolade- und Käsefabrik war sozusagen die Draufgabe.

Das einzige was uns den Besuch in Margaret River im wahrsten Sinne des Wortes trübte war das Wetter. Es regnete zwischendurch immer wieder, ein strammer Wind aus Süden blies ständig uns es war dort für unsere Begriffe mit zwischen 13 und 18 Grad einfach “Saukalt” !

So beschlossen wir am Donnerstag nicht mehr nach Bunburry sondern gleich bis Freemantle zu fahren. Die rund 270 km waren schnell zurückgelegt. Die Gegend ist dort sehr unterschiedlich, Waldstücke wechseln sich mit Weingärten, Getreide- und Gemüsefeldern sowie Baumplantagen ab. Ab Bunburry ist der Küstenstreifen gänzlich mit Häusern zugebaut, die Reichen aus Perth haben dort ihre Wochenendhäuser. Ab Mandurah sind Fabriken aller Art und Größe zu sehen, der Verkehr wurde immer dichter, kein Wunder, die Millionenstadt Perth kommt immer näher.

In Freemantle angekommen fuhren wir zuerst zum Campingplatz und dann gleich in die Stadt, Ingrid wollte zum Friseur und auch ich brauchte seine Dienste. Wie es halt so ist, Frauen brauchen dazu länger so konnte ich mr die bereits 1829 gegründet Stadt mit den schön restaurierten Häusern anschauen. Am Campingplatz zurückgekommen machten wir uns an das Packen unserer “Siebensachen”, welche mittlerweile mehr geworden sind.Im Übrigen blies dort auch noch ein Südwind, aber es regnete nicht und es war viel wärmer.

Gestern sind wir nach der Reinigung unseres Autos um 10.00 Uhr losgefahren, schon nach einer gut halbstündigen problemlosen Fahrt durch den dichten Großstadtverkehr hatten wir die BRITZ Niederlassung in der Nähe des Flughafens, der nur 12 km vom Stadtzentrum entfernt ist, erreicht. Ich hatte schon am Vortag alle Mängel die mir aufgefallen sind, es waren im wesentlich nur Kleinere, auf einen Zettel aufgeschrieben. Durch meine Seglerei hatte ich gelernt, dass dies für den Vermieter sehr hilfreich ist, und tatsächlich, die junge Angestellte die uns bediente war ganz erstaunt und erfreut über diesen Zettel, es war das erste Mal, dass ein Mieter dies tat. Die Rückgabe war dann auch überhaupt kein Problem mehr.

Mit einem Taxi fuhren wir dann das kurze Stück in unser Hotel im Stadtzentrum von Perth. Unmittelbar nach dem Zimmerbezug machten wir uns gleich zu einer ersten Erkundung auf. Es ist wirklich eine sehr lebendige Stadt, die sehr schön am Swan River liegt. Die Stadt wächst jährlich um rund 30.000 Einwohner, derzeit zählt sie etwa 1,5 Millionen Einwohner, in ganz Westaustralien leben etwa 1,9 Millionen !

Heute sind wir mit einem oben offenen Doppeldeckerbus kreuz und quer durch die Stadt gefahren und so ein Gefühl für die Größe und Entfernungen bekommen. Auch hier weihnachtet es überall, es ist kurios die geschmückten Weihnachtsbäume und Geschäfte zu sehen und alle Leute laufen in Sommerkleidung herum. Heute haben wir auch eine Hochzeit im Freien vor der Kulisse von Perth gesehen, alle im feinsten Tuch, die Braut im Kleid ohne Ärmel und das am 21. November ! In den nächsten Tagen werden wir uns Perth  näher zu Gemüte führen, für Montag haben wir einen Ausflug auf Rottnest Island, einer vorgelagerten Insel vor.

So, das wäre mein Bericht der letzten vergangenen Tage. Schuldig bin ich noch unsere zurückgelegte Strecke, es waren insgesamt 9.493 km. 2.824 km mit dem Geländewagen, 6.669 mit dem 4-Bett Motorhome. 883 km in den Northern Territory und 8.610 in Westaustralien. Dies sind für unsere europäischen Begriffe gewaltige Strecken, hier aber ist das die Normailtät an die man sich anpaßt. Wenn man hier was sehen will muß man diese Wege in Kauf nehmen, was aber auch kein Problem ist.  Die ganze Strecke haben wir nicht einen Verkehrsunfall gesehen und auch selbst keine einzige “brenzliche” Situation erlebt. Kommenden Dienstag reisen wir von Perth ab und fliegen nach Singapur, wo wir bis Samstag bei Danninger Karin bleiben werden, am Sonntag kommen wir nach Hause. Neue FOTOS sind auch wieder zu sehen.
So, nun noch eine persönliche Anmerkung, am morgigen Sonntag feiert meine Mutter die Vollendung ihres 98-sten Lebensjahres. Es tut nicht nur mir sondern auch Ingrid leid, ihr diesmal nicht direkt gratulieren zu können, daher auf diesem Weg: Liebe Mutter, “Alles Gute” und bleib uns noch lange erhalten!!!!  Übernächsten Sonntag werden wir dich ganz fest “drücken” können, wir freuen uns darauf !

Liebe Grüsse an all unsere Freunde und Bekannten, die unsere Reise mitverfolgen !

Erwin und Ingrid

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Australien 2009 - “Der 7.”

November 15th, 2009 by erwin

H’Mate !

Dies ist hier neben dem üblichen G’Day der häufigste Gruß !

Also euch allen ein H’Mate, wir sind bereits in Walepole, an der Südküste Westaustraliens angekommen. Die vergangene Woche war wieder sehr interessant und von vielen Gegensätzen, was sowohl die Landschaft als auch die Einwohner betrifft,  geprägt.

Vergangenen Montag sind wir nach einer sehr abwechlungsreichen Fahrt, einerseits durch unendliche Getreidefelder, anderseits durch Busch- und Waldland, in der Goldminenstadt Kalgoorlie-Boulder gelandet. Die Stadt wurde unmittelbar nach dem ersten Goldfund im Juni 1893 durch Pat Hannan, dessen Pferd ein Goldnugget  freischarte, gegründet. Sie zählt derzeit rund 31.000 Einwohner und lebt von den Minen, sie bezeichnet sich auch als die “Goldhauptstadt” Australiens, kein Wunder jährlich wird in den Minen Gold im Wert von rund 2,8 Billionenen AUD gewonnen. Am Beeinderuckensten ist das “Super Pit” (Superloch), eine Tagebaumine, die rund 3,2 km lang, ca. 1,6 km breit und über 400 m tief ist. Die riesigen Bagger und “Haulys”, mit denen das goldhältige Gestein zur Aufbereitung transportiert wird, wirken wie kleine Spielzeugfahrzeuge. Ein “Hauly” transportiert 120 Tonnen, braucht für eine Fahrt 45 Minuten und benötigt für die eine Fahrt 400 Liter Diesel. Das alles lohnt sich, sonst würde nicht der Aufwand betrieben werden. Die Stadt ist sehr gepflegt, man sieht, dass hier Geld vorhanden ist. Im Rahmen einer geführten Tour kamen wir auch in eine aufgelassene Schaumine, ein pensionierte Kumpel erzählte uns viel aus seinem Leben und von seiner Arbeit, allerdings in einem Slang, den wir kaum verstanden. Das Wetter dort war sehr sonnig und angenehm warm, allerdings gab es jeden Abend ein kurzes, aber gewaltiges Gewitte mit Starkregen. Übrigens Wasser: die Stadt wird von Perth aus mit einer rund 600 km langen Wasserleitung versorgt. Mit dem Bau wurde bereits 1898 begonnen, bereits 1903 wurde sie fertiggestellt, natürlich wurde sie immer wieder erneuert. Sie kostet damals die ungeheure Summe von 2,3 Mio. Dollar, der Chefplaner nahm sich aber vor der Vollendung das Leben, die Kritik an der Kostensteigerung hatte er nicht mehr ertragen, heute sind ihm alle Leute dankbar.
Am Mittwoch verließen wir Kalgoorlie-Boulder und fuhren Richtung Süden, unser Tagesziel war der “Cape Le Grand NP”.Die Gegend bis dorthin führte durch schöne Eukalyptuswälder, die Landschaft ist hügelig, immer wieder weisen Schilder auf Minen hin, nicht nur Gold sonder auch Nikel, Blei, Kupfer und Silber wird abgebaut. In Norseman zweigt die Staatsstraße 1, die ab dort “Eyrie HWY” heißt Richtung Osten nach Adelaine ab. Bis dorthin sind es schlappe 1986 km. Dieses Stück, genauer gesagt bis Port Augusta wir uns zur Umrundung Australiens fehelen, dort gibt es nämlich absolut nichts anzusehen, der “Nullabor Plain” ist flaches Gelände mit Getreidefeldern und Buschland und keinen Siedlungen dazwischen.

Bei der Abzweigung sahen wir einen “Oversize Transporter”,  ein LKW hatte zwei große, fahrbare Getreidesilos angehängt. Als der Fahrer sah, dass ich ihn fotografierte kam er zu uns und erzählte, dass er diese Fuhre bis Geralton transportieren muss, er braucht fast die ganze Straße und kann daher nur eskoriert fahren. Vom Ausgangspunkt bis zum Ziel sind es lediglich 1.400 km, “No Worry”, es stinkte ihm nur der heftige Nordostwind und dass er nicht schneller als 75 km/h fahren durfte.

“Gegen 15.00 Uhr kamen wir zum “Cape Le Grand NP”, es ist dies einer der schönsten Flecke Australiens, die wir je gesehen haben. Der Nationalpark ist mit urzeitlich wirkenden Bäumen und Sträucher bewachsen, die riesigen Granithügel sind graurot gefärbt und man glaubt, dass sie erst jetzt erstarrt sind. Am schönsten sind aber die Buchten, inmitten der doch dunkel wirkenden Landschaft sind die strahlend weißen weiten Buchten fast Unwirklich. Das Wasser klar und hat alle möglichen Farbtöne. Es war nur schade, dass es am Nachmittag zuzog, so kamen die Farben nicht so strahelnd zum Ausdruck. Am dortigen Naionalparkcampingplatz ergatterten wir einen sehr schönen, windgeschützen Platz und erwanderten die Gegend.

Nächsten Tag fuhren wir nach Esperance, die Toursiten- und Hafenstadt wirbt mit den schönste Stränden Australiens, ich muss sagen, sie hat nicht ganz Unrecht. Der bestens ausgeschilderte “Great Ocean Drive” führte uns zu ausnahmlos herrlichen Stränden, die sowohl zum Schwimmen, Tauchen und Surfen einladen. Von Esperance fuhren wir Richtung Westen über Ravensthorpe, einem kleinen Farmernest zum “Stirling Range NP”. Die über 1.000 m hohen Berge sahen wir schon von über 100 km Entfernung, kein Wunder, die Landschaft ist flach wie ein Brett und wie könnte es anders sein, mit Getreidefeldern bewachsen.Der Nationalpark ist nicht allzu groß, hat aber mit dem Mount “Bluff Knoll”, seiner höchsten Erhebuing, den einzigen Ort Westaustraliens, wo gelegentlich Schnee zu sehen ist. Wir wollten ursprünglich im Nationalpark bleiben, es zogen aber am Nachmittag Wolken auf und begann auch etwas zu regnen. Nachdem auch der Campingplatz nicht besonders schön angelegt war, fuhren wir die 80 km bis Albany weiter.

Das Landschaftbild änderte sich schlagartig, die Getreidefelder wichen zurück und machten saftig grünen Wiesen, auf denen dicke festte Rinder und geschorene Schafe weideten, Platz. Viele Baumfarmen sind dort auch zu sehen. Um 17.00 Uhr erreichten wir die geschäftige schöne Hafenstadt Albany, der dortige Big4 Capingplatz, direkt am Strad gelegen war der bisher schönste unserer Reise, in den Waschräumen waren sogar echte Blumen in den Vasen !

Am Freitag schauten wir uns Albany näher an und fuhren zur Frenchman Bay, wo wir einige Sehenswürdigkeiten, wie die “Naturalbridge”, einer gewaltigen natürlichen Brücke aus Granit, die “Blowholes” und “The Gap”, einer tiefen und schmalen Granitschlucht, in die die Wellen des Ozeans gewaltig branden, bewunderten. Dann fuhren wir gemütlich bis Denmark. Auf den dortigen großzügigen Campingplatz verbrachten wir die heutige Nacht.

Heute früh sind wir schon um 08.00 Uhr los, wir schauten uns im “Williams Bay NP” den “Greens Pool”, einer traumhaft schönen Badelagune, und die “Elephant Rocks” an. Die Elephant Rocks” sind große Ganitgebilde, die tatsächlich wie eine Elefanteherde aussieht, die sich eng zusammendrängt, unglaublich was die Natur so alles formt.

Mittags waren wir dann im Walpole-Noralup NP” und wanderten auf den dortigen “Top Tree Walk” durch die Kronen der riesigen, bis zu 80 m hohe “Tingle Tree”. Der “Tree Walk” ist eine Stahlsteg die bis auf etwas über 40 m Höhe führt und ziemlich wackelt. Ingrid war ganz tapfer und bezwang ihre öhenangst. Die “Tingle Trees” sind eine uralte Baumart, die es nur mehr hier gibt. Anschließend befuhren wir noch einen lokalen “Tourist Drive”, der zum größten “Tingle Tree” führte, er ist innen hohl und hat einen Stammumfang von 14 m, das unglaublich daran ist, dass er noch voll im “Saft” steht und grüne Blätter im hohen Geäst hat.

Nun sind wir am Campingplatz in Walepole, die freundliche Dame in der Rezeption hat mit ihren Computeranschluß zur Verfügung gestellt, daher kann dieser Bericht nun mitsamt FOTOS nun ins Netz gestellt werden.

Schön langsam neigt sich unsere Rundreise ihrem Ende zu, wir fahren über Augusta, Margaret River und Bunburry nach Perth, am Freitag müssen wir das Auto zurückgeben. Ich melde mich wieder aus Perth !

Liebe Grüsse an Alle !

Erwin und ingrid

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Australien 2009 - “Der 6.”

November 9th, 2009 by erwin

Hallo, da sind wir wieder !

Wir sind ausserplanmäßig in Merredin, einem kleinen Ort nordöstlich von Perth gelandet und die haben auf den hiesigen Campingplatz ein bestens funktionierendes WLAN, erstaunlich, daher nichts wie ran an den Computer.

Nun der Reihe nach, wer meinen letzten Bericht gelesen hat wird gemerkt haben, dass er unter Zeitdruck verfasst wurde und sich einige Rechtschreibfehler eingeschlichen hatten (kommen aber trotzdem immer wieder vor !). Nun, das im Bericht erwähnte Gewitter war schneller da und ist ausserdem sehr heftig gewesen, es hat drei Stunden nur so geblitzt und gedonnert sowie wie aus Schaffeln geschüttet, wie man es nur in den Tropen erleben kann. Einer der Blitze hat das gesamt Stromnetz des Campingplatzes lahmgelegt, sodaß ich den Bericht nicht mehr überarbeiten und keine Fotos ins Netz stellen konnte, dies alles habe ich heute bereits erledigt.

Als wir Kalbarri verließen war es immer noch stark bewölkt, sodaß die Farben der wildzerklüfteten Steiküste nicht so zum Ausdruck kamen. Wir fuhren trotzdem jeden der bestens ausgeschilderten und auch gestalteten Aussichtspunkte an, in der Zwischenzeit kam auch immer wieder die Sonne etwas zum Vorschein. Der rot-, weiss- und gelb gefärbte Sandstein begann dann richtig zu leuchten. Von einem der Aussichtspunkte haben wir, genauer gesagt Ingrid, die immer wieder Ausschau hielt,  auch den ersten Buckelwal gesichtet, der in etwa 500 m Entfernung vor der Küste Richtung Süden zog, ein gewaltiges Tier ! Wir hoffen an der Südküste diese Spezies von einem Schiff aus näher beobachten zu können.
Unmittelbar nach der Grenze des “Kalbarri NP” begannen auch schon wieder die riesigen Getreidefelder. Die Ernte ist im vollen Gang, riesige Mähdrescher, Traktoren und fahrbare Getreidesilos sind im Einsatz, das Getreide wird mit Roadtrains direkt von den Feldern zu den Getreidesilos gebracht, wo es dann mit Zügen nach Perth zur Verschiffung in alle Welt gebracht wird. Auf den Felder warten Strohballen auf den Abtransport, viele Rinder- und Schafherden weiden dann noch die abgeernteten Felder ab. Wenn man diese Felder sieht, der “Wheatbelt”, also der Weizengürtel, zieht sich über mehrere hundert Kilometer Richtung Süden und mehrer tausend Kilometer Richtung Osten, hat man direkt um das wirtschaftliche Überleben unserer Bauern Angst.
Nach dreistündiger Fahrt sind wir dann in Cervantes angekommen. Cervantes ist eine kleine Fischersiedlung und liegt direkt neben dem “Nambung NP” in dem sich die weltberühmten “Pinnacles” befinden. Als wir am Campingplatz ankamen war dort bereits das Schweizer Eheparr, das wir einige Tage vorher kennengelernt hatten. Peter, so heißt er ist Mikrobiologe der bei Nestle in der Forschung tätig war, gemeinsam mit seiner Frau Monika sind auch sie jetzt nach ihrer Pensionierung immer auf Achse. Wir verbrachten einen sehr netten Abend gemeinsam.

Am nächsten Tag sind wir früh los, wir waren bereits um 08.00 Uhr bei den “Pinnacles” und hatten sie Anfangs ganz alleine für uns. Die “Pinnacles” sind bis zu 4 m hohe Kalksteinnadeln, die auf einer Fläche von rund 4 km2 sich zu Tausenden aus dem goldgelben Sand erheben. Jede Einzelne dieser Säulen, die im Lauf der Jahrtausende duch Sonne, Regen, Wind sowie Temperaturschwankungen geformt wurden sind eine einzigartige Skulptur. Es ist unverständlich  wie sich dieses Naturwunder inmitten der welligen, schneweissen, mit Sträuchern bewachsnen Dünenlandschaft gebildet hat. Wir sind jedenfalls mehr als zwei Stunden dazwischen herumgelaufen und haben nur gestaunt. Lustig war es auch dem Treiben der Papageien und der wilden Kängurus zu zuschauen.

Gegen 11.00 Uhr sind wir dann wieder zurück zum Brand HWY und diesem bis Gingin (so heißt hier ein kleiner Ort wirklich) gefolgt. Die Landschaft war sehr abwechslungsreich, relativ dicht besiedelt, man sah hier bereits auch Obst- und Olivenplantagen sowie Weingärten. Über Gingin und Northam sind wir dann bis York gefahren. York ist eine sehr gepflegte Stadt und zwar die älteste Inlandssiedlung Westaustraliens, in der die historischen Häuser und Geschäfte bestens restauriert sind, man glaubt sich im 19. Jahrhundert zu befinden, nur die Autos und Werbeschilder stören.

Gestern sind wir über Quairading und Corrigin nach Hyden zum dortigen ebenfalls weltberühmten “Wave Rock” gefahren. Dieser mächtige Granitblock ist auf einer Länge von etwa 150 m und einer Höhe von ca. 20 m wie ein Welle geformt. Die Experten rätseln immer noch, wie dieses Naturwunder entstanden ist. Auch wir standen staunend davor und haben uns gefreut dies mit eigenen Augen zu sehen. Wir machten dann dort noch eine Rundwandung und zwar so lange, bis uns die hunderten Fliegen, die über uns herfielen zu viel wurden.

Wir änderten daher auch unseren Plan, übernachteten nicht am dortigen Campingplatz sondern fuhren die 160 km in nördliche Richtung bis Merredin, so haben wir die nächsten Tagesetappe bis Kalgoorlie, der Goldminenstadt, erheblich abgekürzt.

Ich habe auch zu diesem Bericht FOTOS ins Netz gestellt, wer sich über das letzte der Bilder, das mit dem Baum wundert, unter dem sitze ich beim Verfassen dieses Berichtes.

Uns geht es sehr gut, wir haben bisher etwas mehr als 7.000 km zurückgelegt was hier in Australien kein Problem ist. Das Land ist groß, die Leute diese Entfernungen gewöhnt und sie fahren auch sehr vorsichtig, wir haben bisher noch keinen einzigen Verkehrsunfall gesehen, daran sieht man wie zurückhaltend die unterwegs sind.

Nun mache iich Schluß, sobald ich wieder die Möglichkeit habe melde ich mich wieder.

Wir grüßen euch alle recht herzlich !

Erwin und Ingrid

PS:

Es ist jetzt 09.15 Uhr Ortszeit, die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel und es hat 25 Grad, Plus naürlich !!!

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Australien 2009 - “Der 5.”

November 4th, 2009 by erwin

Hallo Freunde, ein herzliches Grüß Gott aus Kalbarri !

Es sind nun doch einige Tage vergangen, seit ich mich zum letzten Mal aus Exmouth gemeldet habe. Vorweg genommen, wir haben wunderbare Tage hinter uns, die wir vorwiegend am, im und auf dem Wasser des Indischen Ozeans verbrachten. Exmounth ein kleines, etwas abgelegenes Feriendorf liegt am Nordende des Ningaloo Reefs, welches sich von hier aus rund 300 km Richtung Süden erstreckt. Das Ningaloo Reef wird auch als kleine Schwester des Great Barriere Reefs bezeichnet. Der Vorteil hier ist, dass das Riff unmittelbar vor der Küste liegt und man hier wunderbar Schnorcheln und Tauchen kann.

Wir wollten ursprünglich 3 Nächte in Exmouth bleiben, sind aber dann nach 2 Tagen, nachdem wir den Cape Range NP gesehen hatten wieder abgereist, ein sehr starker und für hiesige Verhältnisse relativ kühler Wind (es hatte immer noch knapp über 30 Grad !) hat uns das Baden etwas “versalzen”. Die Wellen waren so mächtig, dass wir meerseitig nicht ins Wasser konnten und in der Bucht von Exmounth war das Wasser nicht allzu sehr einladend.

So sind wir halt etwas früher zu unserem nächsten Ziel, Coral Bay, aufgebrochen. Von der Gegend gibt es nicht viel zu berichten, da sie hauptsächlich aus völlig baumloser Grasebene bestand, auf der nur mehr Ziegen und Schafe weiden. Die rund 230 km bis Coral Bay waren schnell zurückgelegt. Coral Bay ist ebenfalls nur eine kleine Ferienseidlung, die erst vor etwa 10 Jahren gegründet wurde, sie besteht aus zwei Campingplätzen, einem Hotel, einem Supermarkt und einigen wenigen Häusern. Die Lage an einer weiten, flachen Bucht mit herrlich weißen Sand ist grandios. Das Wasser schimmert in allen Grün-, Türkis- und Blautönen, etwa 700 m davor brechen sich die Wellen des Ozeans am Aussenriff. Wir hatten Glück und ergatterten den letzten Stellplatz, gut, dass wir früh losgestartet sind. In Coral Bay werden auch Walewatchingtouren angeboten, wir buchten für nächsten Tag eine solche, bei der man aber auch Schnorcheln konnte. Die Tour startete um 09.30 Uhr, nachdem sich Ingrid, die übrigens an diesem Tag ihren Geburtstag feierte, standhaft weigerte zu Schnorcheln, fasste nur ich die entsprechende Ausrüstung aus. Ein junge Australierin war uns Tourguide, die uns viele Informationen und Tipps gab.
Insgesamt waren wir 14 Teilnehmer aus Deutschland, Italien, Australien und wir Österreicher dabei. Der erste Schnorchelgang war schon sehr beeindruckend, viele und bunte Fische schwammen zwischen den noch weitgehend intakten bunten Korallen herum. Anschließend fuhr der Kapitän aufs offene Meer und versuchte gemeinsam mit seiner Crew rund eine Stunde Buckelwale ausfindig zu machen. Diese ziehen um diese Zeit wieder Richtung Süden, leider war die Suche erfolglos. Das nächste Ziel war das Aussenriff wo wir viele große Schildkröten sahen, die dort ihre “Weidegründe” haben.

Was darauf folgte war Eindeutig der Höhepunkt:  Schwimmen mit einem Stachelrochen (Manta) !! Bevor unser Guide, erraten, die junge Frau, ins Wasser ging gab sie uns genaue Verhaltensregeln mit, keine hastigen Bewegungen, sollte er sich nähern, keine Abwehrbewegungen und ähnliches. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt, schon kurz nachdem unser Guide im Wasser war gab sie das Zeichen für die erste Gruppe. Diese hatten Pech, der Rochen schwamm so schnell, dass schon nach rund 5 Minuten die Ersten aufgaben, sie konnten das Tempo nicht halten. Nach rund 15 Minuten durften wir ins Wasser: es war unglaublich dieses mächtige Tiernur etwa 5 m vor und rund 3 m unter uns zu sehen. Wir hatten Glück und konnten fast 20 Minutren mit dem Rochen schwimmen, der majestätisch und gemächlich, begleitet von vielen Pilotfischen dahinzog. Wie uns nachher erklärt wurde hatte der Rochen eine Spannweite von rund 3 1/2 und eine Länge von 4 1/2 m, es war ein Weibchen, das sich uns präsentierte. Vor Corall Bay wurden über 400 Rochen gezählt, das schwimmen mit diesem edlen Tier war jedenfalls eines der beeindruckensten Erlebnisse meines Lebens.

Zum Abschluß machten wir noch einen Schnorchelgang ganz beim Aussenriff, wenngleich auch dort die Strömung viel stärker war war es dort noch beeindruckender. Die völlig intakten Korallen waren noch viel größer und bunter und auch die Arten- und Farbenvielfalt der Fische eine Grössere. Ich konnte mich von diesem Anblick gar icht trennen und war richtig enttäuscht, als wir zurück mussten.

Am nächsten Tag verließen wir Coral Bay und fuhren zu den “Blowholes”, einem Naturereignis kurz vor Carnavon. Die “Blowholes” sind Löcher in der Decke von Höhlen der unterwaschenen Steilküste und durch die bis zu 20 m hohe Fontänen geblasen werden, wenn die Wogen des Ozeans gegen die Küsten prallen. Die Fontänen kündigen sich durch ein lautes Zischen an, vorerst wird die Luft herausgedrückt, dann folgt das Wasser, ein tolles Schauspiel. Dort war auch der westlichste Punkt unserer diesjährigen Australienreise.
Kurz vor Carnavon, einer hübschen, ca. 4.000 Einwohner zählenden Stadt wurde es auf einmal Grün. Bananen-, Mango-, Papaya- und Gemüseplantagen, soweit das Auge reicht. In den 1930-er kamen die Einwohner darauf, dass sich das Klima und die Bodenverhältnisse für diese exotischen Früchte eignen, etwa 80 % der Bananen Westaustraliens werden dort geerntet. In Carnavon blieben wir eine Nacht, bevor wir weiterfuhren machten wir noch einen Spaziergang durch die Stadt und auf einen fast zwei Kilometer langen Steg, der Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und liebevoll gepflegt wird.

Kurz nach Carnavon kamen wir auch noch zu einer “Wüstenralley” zurecht, verrückte Hunde bretterten mit ihren Buggys durch das Gebüsch und wirbelten mächtig Sand auf. Nach rund 5-stündiger Fahrt kamen wir dann zu einem der Höhepunkte unserer Reise, nach Monkey Mia in der Shark Bay. Die Shark Bay wurde 1991 zum Weltnaturerbe erklärt, sie bietet Besonderheiten sonder Zahl: Delphine, Seekühe, Rochen, Haie, Schildkröten und Stromatoliten und so fort. Stromatoliten sind urzeitliche mikroskopisch kleine Lebewesen, die Sauerstoff produzieren und die dadurch vor Jahrmilliarden die Lebensgrundlage für alles Leben auf der Erde bildeten. Sie kommen auf der ganzen Welt nur mehr hier vor, die Urzeittiere bilden ähnlich wie Korallen feste Gebilde, die wie Steine aussehen.
In Monkey Mia wird als Höhepunkt täglich um 07.30 Uhr eine Delphinfütterung angeboten. Die wildlebenden Delphine haben es sich zur Angewohnheit gemacht ans Ufer zu kommen und dort von Rangern gefüttert zu werden. Ingrid war ganz glücklich als auch sie einen Fisch erhielt und ihn einen Delphin  geben durfte. Wir machten in der Shark Bay eine Schifffahrt mit einem riesigen Katamaran, bei dem wir Seekühe, Haie, Schildkröten, Seeschlangen und viele andere Tiere beobachten konnten. Am Abend fuhren wir nochmals mit dem Seelschiff zum Sonnenuntergang. Diesmal wurde gesegelt, tagsüber hatten wir keinen Windwas den Vorteil hatte, dass das Meer glatt war und wir eben die Tiere sehen konnten. Im Übrigen war dies Ingrid erster Segeltörn, obwohl die Fahrt ihr sehr gut gefallen hat, versicherte sie mir, dies sei auch ihre Letzte gewesen.
Heute früh sind wir von der Shark Bay losgefahren und haben uns noch eine ihrer weiteren Sehenswüdigkweiten angesehen, nämlich den “Shell Beach”. Der Strand dieser rund 12 km lange Buch besteht aus Milliarden von kleinen schneeweissen Muscheln die nur dort vorkommen. Der Strand ist etwa 100 m breit und die Müscheln sind bis zu 4 m hoch aufgetürm. Kein Mensch weiß warum die Muscheln dort in so großer Zahl vorkommen. Nachdem wir den Murchinson River überquert hatten änderte sich das Landschaftbild dramatisch, das Gras-, Busch- und Baumland wich zurück und machte ausgedehnten Getreidefeldern Platz, wir sind beim Weizengürtel, der sich bis zur S+üdküsten mehrere hundert und Richtung Westen mehrere Tausend Kilometer erstreckt angelangt. Die Getreidefelder (Weizen, Gerste, Sojabohnen Raps etc. )sind bereits zum Teil abgeerntet, das ganze Land ist derzeit goldfarben.
Auf der Fahrt nach Kalbarri machten wir im “Kalbarri Nationalpark” einige Stopps und besichtigtigen einige der dortigen Sehenswüdigkeiten. Am schönsten ist, dass zur Zeit noch die Wildblumen und viele Bäume und Strächer blühen, es ist ein unglaubliches Farbenmeer, das sich unseren Augen bietet. Ich habe sehr viele FOTOS gemacht.
So viel für heute, es beginnt gerade zu regner und ein Gewitter kündigt sich an, aber keine Angst, es ist ein warmer Regen, es hat derzeit 29 Grad und das um 18.00 Uhr am Abend !

Also bis zum nächsten Mal !

Erwin und Ingrid

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Australien 2009 - “Der 4.”

Oktober 28th, 2009 by erwin

G’day Mate !

So begrüsst man sich hier einfach !

Also, auch euch allen ein D’day, wir sind nach bisher rund 4.600 km zurückgelegter Wegstrecke in Exmounth, einem kleinen, aufstrebenden, jedoch sehr einsam gelegenen Feriendorf, an der Coral Coast am Indischen Ozean gelegen, angekommen.

Seit Broome haben wir viel erlebt und gesehen, vorweg, wir sind gesund und munter und fühlen uns in unserem jetzigen, größeren Wohnmobil sehr wohl. Es ist ein IVECO, ein “sechsgangautomatikgetriebenes” Auto mit viel Platz und großem Komfort, es ist trotz seiner rund 124.000 km am Buckel in einem Topzustand. Ingrid ist darüber ganz glücklich. Die Autorückgabe- und Neuübernahme in Broome war problemlos, mit unserem TOYOTA sind wir 2.814 km gefahren, am Schluß hatten wir uns direkt an ihn gewöhnt.

Jedenfalls starteten wir am 21.10. 2009 in Broome los und begannen die lange und einsame Strecke bis Port Hedland in Angriff zu nehmen. Unterbrochen wurde die schon im Reiseführer als “etwas Öde” beschriebe Fahrt durch einen zweitägigen Aufenthalt am “Eighty Mile Beach Caravan Park”, der eine wunderschöne Palmen- und Eukalyptusinsel im “Meer der Einsamkeit” darstellt. Der Campingplatz liegt an einem wunderschönen, völlig einsamen Sandstrand, wo auch Schildkröten ihre Eier ablegen, die Spuren einer Schildkröte, die in der Nacht ihre Eier ablegte, konnten wir beobachten. Das nächste Ziel, Port Hedland, ist eine rund 13.000 Einwohner zählende staubige Hafenstadt, wo das in den Minen der “Pilpara” gewonnene Eisenerz in alle Welt verschifft wird. Von den Minen, eine davon haben wir uns in Tom Price angesehen, wird es in bis zu vier Kilometer langen Zügen, die von fünf Loks gezogen werden, hunderte Kilometer hierher verfrachtet.

In Port Hedland blieben wir nur eine Nacht, dann fuhren wir den “Greath Northern HWY” Richtung Süden bis zum “Karinjini NP”, einem der Höhepunkte unserer Reise. Im moderst eingerichteten und harmonisch ins Landschaftsbild eingefügten Informationszentrum bezahlten wir unserene Eintritts- und Campingplatzgebühr, dann fuhren wir zum “Dales Camppground und richteten uns dort ein. Am nächsten Tag machten wir eine mehr als fünfstündige Wanderung durch die “Dales Gorge”, einer Schlucht mit interessanten Gesteinsformen und mit vielen Wasserstellen, die den Aboriginal auch heute noch wegen ihrer ganzjährigen Wasserführung - ein Segen in dieser trockenen Landschaft - heilig sind. Das Baden darin ist erlaubt, was wir auch wegen der Hitze, trotz bewölktem Himmel,  weidlich auch ausnützten.

Tags darauf machten wir uns auf den Weg nach Tom Price, einer rund 1.200 Einwohner zählenden gepflegten Minenarbeiterstadt, die erst 1947 gegründet wurde. Dort machten wir eine Führung durch die “Rio Tinto Erzmine” mit. Eine Mine gewaltigen Ausmasses, wo das Eisenerz im Tagebau mit riesigen Baggern abgebaut, mit Lastern, “Haulis” genannt, transport, in gewaltigen Zerkleinerungsanlagen zertrümmert und auf die schon beschriebenen langen Züge zur Verschiffung nach Port Hedland transportiert wird. Am Campingplatz in Tom Price feierten wir mit zwei Münchner “Mädls, - beide um die 60 - die wir auf der Reise kennenlernten, gebührend unseren Mationalfeiertag. Es wurde unsere Fahne am Auto angebracht, gegrillt und mit einem Glas (oder waren es mehrere ?) Wein auf Österreich und uns angestossen. Übrigens, seit Sonntag ist der Zeitunterschied zu Österreich 7 Stunden, wir sind hier um sieben Stunden “früher dran”:
Gestern machten wir uns schon um 06.00 Uhr auf die Socken, es galt die lange Wegstrecke von Tom Price nach Exmounth zurückzulegen. Die Fahrt durch die abwechslungsreiche, bis zu 1.200 m hohe Bergwelt der “Pilbara” war sehr schön. Die “Pilbara” ist geologisch gesehen mit ihren 2 Billionen Jahren, eine der ältsten Landschaften auf der Welt. Durch das im Gestein enthaltene Eisenerz leuchten  diese in einem rostigem Rot, sie bilden einen reizvollen Gegensatz zum Grün der Eukalyptusbäume und dem Goldgelb des Spinifexgrases.

Kaum zu glauben dass die Rinder, die man immer wieder neben der Straße sieht zwischen all den Sand, Geröll, Büschen und Bäumen, noch Nahrung finden. Auf die weidenden Tiere und auch auf Kängurus muß man bei der Fahrt höllisch aufpassen, ich möchte keine Kollission mit einer Kuh oder einen dieser “Hoppelmänner” erleben. Oftmals sieht man auch Eidechsen und Warane die Straße überqueren, ein etwa 2 m langer Waran, ein “Gouldsmonitor”, wie mir mein “weises Buch” verriet, war so feundlich und blieb am Straßenrand stehen, so konnte ich die Echse fotografieren. Auch ein Emu kreuzte unseren Weg, dieses Ding kam so rasch aus den Büschen heraus auf die Straße sodaß ich eine Vollbremsung hinlegte. Also, man muss hier mehr zur Seite als voraus- oder rückwärts schauen.

Auch diese Gegend ist sehr einsam, jedenfalls sahen wir ausser  dem “Nanutarra Roadhouse” zwischen Paraburdoo und Exmounth auf der immerhin rund 600 km langen Strecke kein einziges Haus, geschweige den eine Ansiedlung. Lediglich Schilder weisen auf die oftmals mehr als 100 km abseits der Straße gelegenen “Rinderstations” hin. Es gibt daher dort auch kein Radio, kein Fernsehen, keinen Telefonempfang ausser man verfügt über ein teures Satelittentelefon, welches man hier aber bei der Bevölkerung häufig sieht. Westaustralien nimmt mit 2,5 Mio. km2 ein Drittel Australiens ein zählt aber nur rund 1,9 Mio. Einwohner von denen ca. 1,4 Mio. in der Hauptstadt Perth wohnen. Daher ist dieser Teil des 5. Kontinentes wirklich als einsam, aber schön zu bezeichnen.
Heute ist Mittwoch, der 28.10.2009, 09.00 Uhr Ortszeit, soeben erhielten wir von Dagmar eine SMS mit der Nachricht, dass Haritz Burli verstorben ist, dies tut uns sehr leid, unsere Gedanken sind bei ihm und unser Mitgefühl bei Hermi und Stefan !

Ich mach nun Schluß und melde mich wieder so bald es möglich ist. Ich hoffe, dass mir noch genügend Zeit zur Veröffentlichung neuer FOTOS bleibt, das Hochladen ins Webalbum erforderte in Broome rund 1 1/2 Minuten pro Bild ! Nachtrag: Hat hier überraschend rasch funktioniert, das hiese WLAN hat offensichtlich einen höheren Standart.
Liebe Grüsse an alle in der Heimat !

Erwin und Ingrid

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